Unseriöse Geldanlagen

Warnliste der Stiftung Warentest zu Firmen und Finanz­produkten.

Mit der „Warn­liste Geld­anlage“ bietet die Stiftung Warentest einen Über­blick über dubiose, unseriöse oder sehr riskante Geld­anlage­angebote. Die Stiftung warnt vor unseriöser Finanz­vermitt­lung und -beratung, zweifelhaften Methoden oder falschen Versprechen der Geld­anlagen oder geschlossenen Immobilienfonds und Schrottimmobilien. Schließ­lich nennt die Warn­liste in den Rubriken „Unter­nehmens­beteiligungen“, „Genuss­rechte“ sowie in der Rubrik „Geschäfte mit Lebens­versicherungen“ riskante Angebote, vor denen Anleger ausdrück­lich gewarnt werden.

Beim Hausbau finanziellen Vorteile nutzen

Schon bei der Bauplanung sollten Bauherren die steuerliche Rechtsprechung beachten.

Dazu rät der Steuerberaterverband Thüringen. So kann unter Umständen für die Erstellung des Hausanschlusses für die Wasserlieferung 7 oder 19 Prozent Umsatzsteuer fällig werden. Je nach Gestaltung des Vertrages mit dem Versorgungsunternehmen oder einem sonstigen Unternehmen, das die entsprechende Leistung erbringt.

Überbrückungsgeld bis zum Renteneintritt beitragsfrei

Für ein „betriebliches Ruhegeld“ aus einer Direktzusage sind keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen.

Das gilt nach einem Urteil des Bundessozialgerichts solange, wie die Zahlung Überbrückungsfunktion hat. Mit Renteneintritt, spätestens aber mit Erreichen der Regelaltersgrenze, unterliegen solche Leistungen als Versorgungsbezüge der Beitragspflicht.

Auch für Onlineapotheken gilt Widerrufsrecht

Versandapotheke hat keinen generellen Ausschluss des Widerrufsrechtes bei Arzneimitteln.

Nach einem Urteil des OLG Naumburg dürfen Internetapotheken das Widerrufsrecht von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Medikamentenbestellungen nicht generell ausschließen. Entsprechende AGB-Klauseln sind demnach unwirksam. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Rentenfinanzierung, Alterssicherung, Demografischer Wandel

Wissenschaftlicher Rechercheservice der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Alterssicherungspolitik in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem auf eine Stabilisierung und sogar Senkung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in einer alternden Gesellschaft hingearbeitet. Dieses Ziel hat sie weitgehend erreicht, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie: Obwohl die Zahl der Rentnerinnen und Rentner stieg, ist der Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, seit der Jahrtausendwende spürbar gesunken. Der Beitragssatz liegt wieder auf dem Niveau Mitte der 1980er Jahre. Beides allerdings um den Preis, das Sicherungsniveau der GRV abzusenken – ein Prozess, der in den kommenden Jahrzehnten fortgesetzt werden soll. Einen Ausgleich sollte private, staatlich geförderte und auf Kapitaldeckung basierende Vorsorge leisten.

Unter den folgenden Links finden Sie Zusammenfassungen von Studien zu den Themen Alterssicherung:

https://www.boeckler.de/106878_106901.htm

https://www.boeckler.de/106575_106834.htm

https://www.boeckler.de/106575_108373.htm

Tarifliche Wochenarbeitszeit im Durchschnitt bei 37,7 Stunden

Arbeitszeitkalender 2017 veröffentlicht.

Die durchschnittliche tarifvertragliche Arbeitszeit liegt in Deutschland bei 37,7 Stunden pro Woche. In Ostdeutschland sind die tariflichen Wochenarbeitszeiten mit 38,7 Stunden im Durchschnitt noch etwa eine Stunde länger als in Westdeutschland, wo durchschnittlich 37,6 Stunden vereinbart wurden. In den untersuchten 25 Tarifbranchen liegt die tarifvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit zwischen 34 Stunden bei der Deutschen Telekom AG und 40 Stunden im Bauhauptgewerbe, der Landwirtschaft und einer Reihe weiterer Tarifbranchen vor allem in Ostdeutschland.

Nach den großen Wellen der Arbeitszeitverkürzung in den 1980er und 1990er Jahren hat sich die durchschnittliche tarifliche Wochenarbeitszeit in Deutschland kaum mehr verändert. In den 2000er Jahren kam es in einigen wenigen Tarifbranchen wie z.B. dem Öffentlichen Dienst zu Arbeitszeitverlängerungen. Hinzu kommt, dass nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Jahr 2016 insgesamt 820 Millionen bezahlte und noch einmal 941 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet wurden.

Kostenloser Gesundheits-Pass

Neuer kostenfreier Pass erleichtert Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risiken.

Nicht nur für Millionen Herzpatienten in Deutschland, sondern auch für gesunde Menschen ist es wichtig, über die persönlichen Risikofaktoren für eine Herz- und Gefäßerkrankung stets im Bilde zu sein, um Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche gezielt vorzubeugen oder einer Verschlechterung der Herzkrankheit gegenzusteuern.

Für diesen Zweck bietet die Deutsche Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/Gesundheits-Pass kostenfrei einen handlichen faltbaren Gesundheits-Pass für den Geldbeutel an. „Der Gesundheits-Pass ist ein nützlicher Helfer für Herzpatienten, aber auch für Gesunde, weil man die wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen jederzeit parat hat, diese Faktoren mit dem Hausarzt regelmäßig kontrollieren und Verbesserungsmöglichkeiten besprechen kann“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand der Herzstiftung.

Neuregelung zum Wechsel aus privater Krankenversicherung

Nach Meinung des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. ist auch nach dem 55. Lebensjahr eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich.

Demnach führt eine Gesetzesänderung ab August dazu, dass für jedes Kind pauschal drei Jahre Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse angerechnet werden. Dadurch könnten Versicherte unter die „9/10-Regelung“ fallen, nach der man in der zweiten Hälfte seines Arbeitslebens mindestens 90 Prozent der Zeit gesetzlich versichert gewesen sein muss. Wer Beiträge in der PKV sparen oder die Versicherung wechseln will, sollte sich vorher beraten lassen. Wir helfen Ihnen gerne!

Steuerklasse für Eltern­geld wechseln

Verheiratete Paare können durch einen Wechsel der Steuerklasse vor der Geburt eines Kindes ganz legal das Eltern­geld nach der Geburt erhöhen.

Darauf weist die Stiftung Warentest hin. Sind die Partner verheiratet, können sie mehrere Steuerklassen wählen. Die Steuerklasse beein­flussen das vom Arbeit­geber ausgezahlte Netto­gehalt. Und da sich das Eltern­geld nach der Geburt am Netto­gehalt vor der Geburt orientiert, gilt: Derjenige Eltern­teil, der nach der Geburt zu Hause bleibt und Eltern­geld beziehen wird, sollte in eine für ihn güns­tige Steuerklasse wechseln. Die Mühe lohnt sich. Eine güns­tige Steuerklasse kann das Eltern­geld um mehrere hundert Euro pro Monat erhöhen, so die Warentester. Das Bundes­sozialge­richt hat bereits im Jahr 2009 einen Steuerklassen­wechsel zum Zwecke der Eltern­geld­erhöhung erlaubt. Seit Anfang 2013 gilt jedoch das „Gesetz zur Vereinfachung des Eltern­geldvoll­zuges“. Diese Gesetzes­änderung hat Ehepaaren den legalen Steuerklassen-Trick erheblich erschwert.

Versicherungswirtschaft warnt vor Versicherungsbetrug

Fast jede zehnte Schadenmeldung mit Ungereimtheiten.

Nach einer Sonderauswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weisen rund neun Prozent der gemeldeten Schäden in der Kraftfahrt-, Haftpflicht- und Sachversicherung Ungereimtheiten auf. Der Analyse zufolge liegt der Anteil so genannter „Dubiosschäden“ in der Haftpflichtversicherung bei knapp 16 Prozent, in der Sachversicherung bei etwa neun Prozent und in der Kraftfahrtversicherung bei rund sieben Prozent. Für die GDV-Sonderauswertung hatten Betrugsspezialisten der Versicherer mehrere tausend Schadenfälle begutachtet.

Insgesamt gehen die Schaden- und Unfallversicherer davon aus, dass Versicherungsbetrüger jedes Jahr einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro verursachen. Nach wie vor hält sich hartnäckig der Gedanke, dass Versicherungsbetrug ein Kavaliersdelikt ist. Das ist ein Trugschluss, denn Versicherungsbetrug ist strafbar.