NOFI-Lauf 2014 – Wir waren dabei!

Trotz Regen waren wir auch in diesem Jahr mit einer starken Truppe am Start!

Hier die Ergebnisse:

  • Christian Zier, 00:31:40 h, Platz 978
  • Josef Schedl, 00:34:05 h, Platz 1538
  • Kurt Kappauf, 00:36:22 h, Platz 2120
  • Peter Zimmermann, 00:36:31 h, Platz 2159
  • Siegfried Tretter, 00:36:35 h, Platz 2184
  • Denise Tretter, 00:37:49 h, Platz 2475
  • Sandra Schedl, 00:38:07 h, Platz 2554
  • Eva-Marie Streubel, 00:42:25 h, Platz 3482
  • Martina Tretter, 00:52:24 h, Platz 4307

Schön war`s! Bis zum nächsten Jahr!

  2014-05-29 08.43.52

Anlegerschutz bei Finanzprodukten

Strengere Regeln für den Grauen Kapitalmarkt.

Neue Regeln sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig effektiver vor unseriösen Geldanlagen schützen. So müssen Finanzdienstleister die Risiken einer Anlage darlegen. Auch aggressive Werbestrategien für Finanzprodukte sind verboten.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Justizminister Heiko Maas stellten in Berlin den „Aktionsplan der Bundesregierung zum Verbraucherschutz im Finanzmarkt“ vor. Konkrete Vorschläge unterbreiteten die Minister für den sog. Grauen Kapitalmarkt.

Der Graue Kapitalmarkt war bisher unreguliert und deshalb vor allem bei unseriösen Anbietern beliebt. „Der Anleger muss wissen, dass bei einer angekündigten höheren Rendite ein höheres Risiko involviert ist“, betonte Bundesfinanzminister Schäuble. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher nicht zu riskanten Geschäften verleitet werden, müssen Finanzvermittler mögliche Risiken in Zukunft daher deutlich aufzeigen.

Um unerfahrene Anleger zu schützen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So sind Anbieter gehalten, ihre Kundschaft umfassend über die Geldanlage zu informieren. Künftig gibt es etwa ein Verkaufsprospekt zu jedem einzelnen Anlageprodukt. Dieses muss so gestaltet sein, dass es ein umfassendes Bild über die Geldanlage und den Anbieter vermittelt. Ergänzend hierzu sollen auch objektive Informationen zu Finanzprodukten den Verbraucherinnen und Verbraucher leichter zugänglich gemacht werden.

Sind bestimmte Produkte zu komplex und für den durchschnittlichen Verbraucher schwer verständlich, kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Vertrieb entsprechend beschränken.

Auch die Werbung für Vermögensanlagen soll stark eingeschränkt werden. Werbung etwa darf in Zukunft nur in solchen Medien erscheinen, deren Schwerpunkt auf der Darstellung von wirtschaftlichen Sachverhalten liegt. Außerdem muss bei deren Nutzern ein gewisses Maß an Vorkenntnissen vorausgesetzt werden können. Auch „irreführende Plakatwerbung wie etwa in U-Bahnen, wird es künftig nicht mehr geben“, so Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas.

Überdies sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig auch von einer Mindestlaufzeit bei Finanzprodukten profitieren. Diese wird durch eine ausreichende Kündigungsfrist ergänzt.

Weitere Initiativen des Aktionsplans werden in den nächsten Monaten folgen.

Konsumklima stabilisiert sich weiter

Die Stimmung der Verbraucher bestätigt sich auch im Mai.

Es ist – wie in den Vormonaten – kein eindeutiger Trend zu erkennen. Das teilt die Gesellschaft für Konsumforschung, GFK, mit. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator Konsumklima 8,5 Punkte nach ebenfalls 8,5 Punkten im Mai. Während die Konjunkturerwartung spürbar sowie die Anschaffungsneigung minimal zulegen, büßt die Einkommenserwartung einen Großteil ihrer Gewinne aus dem Vormonat wieder ein.

Die erfreuliche Nachricht in diesem Monat ist sicherlich, dass die Konjunkturaussichten nach Einschätzung der Verbraucher im Mai trotz der Ukraine-Krise wieder Fahrt aufnehmen. Davon profitiert auch die Anschaffungsneigung, wenn auch nur in sehr begrenztem Umfang, und legt minimal zu. Dagegen kann die Einkommenserwartung ihren im Vormonat errungenen Höchstwert seit der Wiedervereinigung nicht behaupten und muss einen wesentlichen Teil der Zuwächse aus dem April wieder abgeben.

Nachdem die Konjunkturerwartungen in den vergangenen drei Monaten stagnierten, nehmen sie im Mai dieses Jahres wieder Fahrt auf. Der Indikator legt mit einem Plus von 6,4 Punkten spürbar zu und klettert auf 38,5 Zähler. Ein besserer Wert wurde zuletzt im Juli 2011 mit damals 44,6 Punkten gemessen. Und auch der Trend der Konjunkturstimmung zeigt wieder leicht nach oben.

Der stabile Arbeitsmarkt lässt mehr Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Inzwischen kann man fest davon ausgehen, dass in diesem Jahr die tariflichen Einkommen um etwa drei Prozent steigen werden. Auch die Inflation wird in den kommenden Monaten sehr moderat bleiben, so dass real ein spürbares Plus in den Portemonnaies zu verzeichnen sein wird.

Nach den Verlusten im Vormonat legt die Anschaffungsneigung im Mai wieder etwas zu. Mit einem Plus von 0,9 Punkten fällt der Zuwachs allerdings sehr moderat aus. Aktuell weist der Indikator 49,5 Zähler auf und liegt damit knapp 12 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.

Kritik der Versicherungswirtschaft am Rentenpaket

Alexander Erdland hat das Rentenpaket der Bundesregierung scharf kritisiert und eine stärkere Unterstützung für jüngere Menschen angemahnt.

„Das Rentenpaket hilft nur Älteren“, sagte der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Interview mit der Rheinischen Post. Um auch für die Jüngeren etwas zu tun, müsse der Staat die Riester-Rente stärken und das förderfähige Volumen wie auch die Zulagen anheben.

Kernelement des Paketes ist die abschlagsfreie Rente mit 63, sofern Versicherte mindestens 45 Beitragsjahre vorweisen können. Phasen kurzer Arbeitslosigkeit werden dabei angerechnet. Mit der Mütterrente werden zugleich die Kindererziehungszeiten von Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren sind, stärker berücksichtigt. Insgesamt summieren sich die Kosten des Pakets bis 2030 auf 160 Milliarden Euro.

Erdland betonte, dass eine Stärkung der privaten Altersvorsorge auch wegen der niedrigen Zinsen nötig sei. Dadurch fielen die Renditen künftig geringer aus. „Das ist schlecht, weil die Menschen eigentlich noch mehr sparen müssten“. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Seit 2008 geht die Sparquote in Deutschland zurück. Laut Erdland besteht die Gefahr, dass sie noch weiter absinkt.

Der GDV-Präsident warnte vor den langfristigen Folgen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). „Dadurch werden neue Schuldenberge und Reformmüdigkeit in den europäischen Krisenstaaten geradezu provoziert.“ Die EZB baue mit ihrer Politik die nächste Krise wieder auf. Derzeit nehmen die Spekulationen wieder zu, die EZB könnte den Leitzins von aktuell 0,25 Prozent noch weiter absenken.

Was ist wie bei Starkregen, Sturm und Überschwemmung versichert?

Die ersten Sommergewitter ziehen über das Land und hinterlassen Schäden an Gebäuden und Autos.

Nicht alle Schäden lassen sich vermeiden. Welche Versicherung wie für welche Schäden aufkommt, hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft zusammengestellt.

Gebäude: Vom Sturm abgedeckte Dachziegel oder durch umherfliegende Teile oder umgestürzte Bäume beschädigte Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben – Wenn das Haus oder Nebengebäude in Mitleidenschaft gezogen wurde, übernimmt der Wohngebäudeversicherer die Kosten für die Schäden. Kommt es zu Überschwemmungen durch Starkregen, brauchen Hausbesitzer und Mieter eine Elementarschadenversicherung.

Häuser in der Bauphase: Rohbauten sind besonders sturmgefährdet. Das betrifft nicht nur halbfertige Mauern, Gerüste oder Dachsparren. Auch das Material auf der Baustelle kann von einem Sturm umhergeschleudert werden.

Die Bauleistungsversicherung übernimmt die Kosten für Schäden, die der Sturm am Rohbau und auf der Baustelle anrichtet. Dazu zählen zerstörte Bauteile oder -stoffe sowie auch alle notwendigen Handwerkerleistungen, um den Zustand vor dem Sturm wiederherzustellen.

Autos: Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto, die durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag entstanden sind. Ist das Blech verbeult oder die Scheiben kaputt, werden die Reparaturkosten für gewöhnlich in voller Höhe erstattet. Fahrzeughalter, deren Auto durch ein Unwetter beschädigt wurde, sollten die Schäden mit einer Kamera dokumentieren und diese binnen einer Woche dem Versicherer melden.

Persönliches Hab und Gut: Über die Hausratversicherung sind Schäden am Wohnungsinventar abgesichert. Hat ein Überspannungsschaden nach einem Blitzschlag die Elektrogeräte unbrauchbar gemacht, dann ist der Hausratversicherer der beste Ansprechpartner.

Kinder im Planschbecken immer beaufsichtigen

Egal ob im großen Schwimmbad oder im kleinen Planschbecken: Kinder lieben Wasser.

Damit auch beim Badespaß im heimischen Garten die Sicherheit nicht zu kurz kommt, sollten Eltern mehrere Aspekte beachten. Hierzu zählen unter anderem ein Prüfzeichen beim Kauf, der richtige Untergrund beim Aufbau und die Wasserqualität. Darauf weist Berthold Tempel vom TÜV Rheinland hin: „Das GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit und zeigt dem Verbraucher, dass das Produkt von einem neutralen Prüfinstitut auf seine Sicherheit hin geprüft wurde“, erklärt er. Zudem spielt die Materialqualität eine Rolle: Vernünftig verschweißte Nähte versprechen eine lange Lebensdauer.

Ob bei der Herstellung des Produkts Schadstoffe wie Weichmacher verwendet wurden, ist für den Verbraucher kaum zu erkennen. Der TÜV Rheinland-Experte empfiehlt deshalb, vor dem Kauf an dem Produkt zu riechen. „Ist der Geruch extrem auffällig, kann das ein Zeichen für Schadstoffe sein.“ Auch hier gilt: Hat das Produkt ein GS-Zeichen, entspricht es den EU-Richtlinien zum Schadstoffgehalt. Gefährlicher als schädliche Materialien ist aber die Gefahr des Ertrinkens. Selbst bei Modellen, deren Durchmesser unter einem Meter liegt und deren Wassertiefe rund 30 Zentimeter beträgt, sollten Eltern sich genau an die vom Hersteller vorgegebene Füllhöhe des Wassers halten. „Ganz wichtig: Kleine Kinder nie unbeaufsichtigt im Planschbecken spielen lassen“, betont Berthold Tempel.

Ältere Autofahrer und der Alkohol

Ab 55 sind Autofahrer schon mit geringem Blutalkoholgehalt fehleranfällig.

Die Promillegrenze liegt in Deutschland (noch) bei 0,5. Wenn man schon etwas älter ist, sollte man sich noch stärker zurückhalten, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ unter Berufung auf eine US-Studie mit jüngeren und älteren Autofahrern. Schon nach einem Drink – entsprechend etwa einem Glas Wein – fiel es Studienteilnehmern ab 55 Jahren schwer, die Spur zu halten.

Fehler in der Steuererklärung

Immer wieder verlieren Steuerzahler Geld durch Fehler in ihrer Einkommensteuererklärung.

Darauf weist der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) hin.

Beiträge zum Beispiel für die Riester- oder Rürup-Rente können Arbeitnehmer von der Steuer absetzen, müssen die Riester- und Rürup-Kosten daher in der Steuererklärung angeben.

Gleiches gilt für Handwerkerleistung oder haushaltsnahe Dienstleistung.

Bei den außergewöhnlichen Belastungen erwarten Steuerexperten ein wichtiges Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH). Der BFH wird in Bezug auf außergewöhnliche Belastungen entscheiden, ob die Regel zur zumutbaren Eigenbelastung fällt. Bislang gilt: Nur die Krankheits-, Pflegeheim- oder Scheidungskosten, die über der eigenen zumutbaren Belastungsgrenze liegen, kann man absetzen. Wie hoch die Grenze für jeden Einzelnen ausfällt, richtet sich momentan vor allem nach dem Einkommen: Je mehr Sie verdienen, desto mehr Ausgaben gelten derzeit als zumutbar. Viele Bürger sammeln deshalb gar nicht erst die Belege für das Zahnimplantat oder die Brille, weil sie denken, dass sie mit den Kosten sowieso nicht über die Zumutbarkeitsgrenze kommen. Der Clou: Weil das Verfahren beim BFH läuft, können Sie schon jetzt jeden Cent Ihrer außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung angeben. Werden die BFH-Richter die Belastungsgrenze tatsächlich kippen, haben Sie sich damit größere Steuervorteile gesichert. Denn dann können Sie die vollen Kosten für das Zahnimplantat oder die Brille absetzen. Das gilt auch, wenn bis zu Ihrem Steuerbescheid kein Urteil gesprochen wird. Sie erhalten den vollen Steuervorteil bezüglich Ihrer außergewöhnlichen Belastungen dann nachträglich.

Vier Wochen nach dem Steuerbescheid verstreicht die Einspruchsfrist. So lange können Sie den Bescheid genauer unter die Lupe nehmen oder einen Profi engagieren, der nachträglich für Sie gegenüber dem Finanzamt eintritt und etwaige Fehler behebt.

Arbeitnehmer und Rentner müssen ihre Steuererklärung bis 31. Mai abgeben. Eine Fristverlängerung ist auf Antrag möglich.

Bankenabwicklungsfonds kommt

Steuerzahler sollen nicht für marode Banken zahlen.

Das Bundeskabinett hat der Unterzeichnung eines Abkommens über den Europäischen Bankenabwicklungsfonds zugestimmt.

Das Übereinkommen zum Europäischen Bankenaufsichtsfonds ergänzt die Verordnung über den Einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus und ist ein wesentlicher Baustein der Europäischen Bankenunion. Es gilt für die Banken der 18 Euro-Länder.

Das Abkommen bedarf der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Der Fonds soll sich aus Bankenabgaben speisen, die auf nationaler Ebene erhoben werden. Bis zum 1. Januar 2024 sollen auf diese Weise bis zu einem Prozent der gesicherten Einlagen eingesammelt werden. Die EU-Kommission schätzt den Betrag auf rund 55 Milliarden Euro.

In der Aufbauphase des Fonds stehen zuvorderst die von den nationalen Banken in ihrem Land gezahlten Abgaben zur Verfügung. Ab 2016 ist die schrittweise Nutzung des neuen Fonds geplant. Es wird keine Gemeinschaftshaftung in der EU geben.

Der Einheitliche Bankenabwicklungsmechanismus sieht vor, dass bei einer in Schieflage geratenen Bank zunächst die Bankeigentümer und Bankgläubiger herangezogen werden. Der Fonds wird daher nur in Anspruch genommen, wenn vorher die Eigentümer der Banken und die Gläubiger ihren Beitrag zur Abwicklung der Bank geleistet haben. Mit dieser Regelung soll in Zukunft vermieden werden, dass der Steuerzahler für marode Banken zahlen muss.

Voraussetzung für die Abwicklung von Banken ist eine einheitliche Bankenaufsicht. Diese wird unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) eingerichtet. Da viele Banken international tätig sind, ist eine länderübergreifende Aufsicht wirkungsvoller als eine rein nationale. Denn sie ist nicht mit den eigenen Banken verflochten und verfügt zudem über umfassendere Informationen.

Urlaubsgeld und Tarifverträge

45 Prozent der Beschäftigten erhalten von ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Internetseite www.lohnspiegel.de, die vom Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 11.200 Beschäftigte haben sich an der Befragung beteiligt. Eindeutig profitieren die Beschäftigten von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers. Beschäftigte mit Tarifbindung erhalten zu 59 Prozent ein Urlaubsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 33 Prozent.

Männer bekommen häufiger ein Urlaubsgeld (50 %) als Frauen (38 %). Im Westen fällt der Anteil höher aus (48 %) als im Osten (32 %). In Kleinbetrieben unter 100 Beschäftigten gibt es seltener ein Urlaubsgeld (36 %) als in größeren Betrieben über 500 Beschäftigten (56 %). Von den Beschäftigten mit einem geringen Monatsverdienst (unter 1.000 Euro) erhält nur ein Viertel (26 %) ein Urlaubsgeld, von den Beschäftigten mit hohem Gehalt (5.000 – 6.000 Euro) dagegen gut die Hälfte (53 %).

Die Höhe der tariflich vereinbarten Urlaubsextras fällt je nach Branche sehr unterschiedlich aus: Zwischen 155 und 2.204 Euro bekommen Beschäftigte in der mittleren Vergütungsgruppe in diesem Jahr als tarifliches Urlaubsgeld (ohne Berücksichtigung von Zulagen/Zuschlägen, bezogen auf die Endstufe der Urlaubsdauer). Das zeigt die aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs für 22 Wirtschaftszweige (Stand: 20.04.2014). Am wenigsten Geld für die Urlaubskasse bekommen Beschäftigte in der Landwirtschaft und im Steinkohlenbergbau. Die höchsten Zahlungen erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter anderem in der Holz- und Kunststoffverarbeitung, in der Druckindustrie sowie in der Metallindustrie.

Im Westen ist das Urlaubsgeld vielfach höher als in Ostdeutschland. Im öffentlichen Dienst und in der Stahlindustrie gibt es kein gesondertes tarifliches Urlaubsgeld. Es wird mit dem Weihnachtsgeld zu einer einheitlichen Jahressonderzahlung zusammengefasst. Im Bankgewerbe und in der Energiewirtschaft gibt es kein tarifliches Urlaubsgeld. Für Beamtinnen und Beamte existiert keine tarifliche Urlaubsgeldregelung. Hier gelten die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen der Beamtenbesoldung für den Bund und für die einzelnen Länder einschließlich der Gemeinden.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das tarifliche Urlaubsgeld in acht der untersuchten Branchen erhöht, und zwar zwischen 2,0 % (Textilindustrie Westfalen und Osnabrück), 3,0 % (Einzelhandel, Papierverarbeitung), 3,2 % (Versicherungsgewerbe), 3,4 % (Metallindustrie), 5,3 % (Gebäudereinigerhandwerk Ost o. Berlin) und bis zu 6,7 % (Textilindustrie Ost). In vielen Branchen gab es keine Erhöhung (z. B. Bauhauptgewerbe, Druck, Chemie, Großhandel, Süßwarenindustrie, Landwirtschaft). Grund dafür: Entweder fanden im Auswertungszeitraum keine Tarifverhandlungen statt, oder das Urlaubsgeld ist als Festbetrag vereinbart, der nicht verändert wurde.