Bedienung lauter Geräte nur mit Gehörschutz

TÜV Rheinland rät dazu, Herstellerhinweise zum Gehörschutz zu beachten.

Hecken stutzen, Laub saugen, häckseln – im Herbst wird es laut im Garten. Viele Arbeitsgeräte übersteigen Lautstärken von 90 Dezibel und mehr, was für den Benutzer als auch für den Nachbarn oft mehr als „lästig“ ist. Da kann schon der nächste Nachbarschaftsstreit beginnen. „Vor dem Kauf und dem Gebrauch solcher Gartengeräte empfiehlt es sich, die Herstellerhinweise in der Betriebsanleitung oder auf dem Produkt genau zu lesen“, sagt Stephan Scheuer, Experte für Qualitätsprüfungen beim TÜV Rheinland. Denn sobald die Lautstärke 85 Dezibel übersteigt, muss der Hersteller auf das Tragen eines Gehörschutzes hinweisen. „Bei der Arbeit mit treibstoffbetriebenen Gartengeräten ist es grundsätzlich richtig, einen Gehörschutz zu tragen“, weiß der TÜV Rheinland-Experte. Ob handelsübliche Ohrstöpsel oder ein Kapselschutz gewählt werden, ist nicht unmittelbar entscheidend. Wichtig ist, dass der Träger sich mit der Wahl wohlfühlt und der Lärm wirksam gedämpft ins Ohr dringt.

Das Gehör wird ab einer andauernden Lautstärke ab 85 bis 90 Dezibel irreparabel geschädigt. Oft überschreiten treibstoffbetriebene Gartengeräte durch den lauten und nicht gut gedämpften Verbrennungsmotor diesen Wert. Laubsauger und Häcksler erreichen schnell höhere Werte. Besondere Vorsicht ist bei benzinbetriebenen Heckenscheren und Trimmern geboten, bei denen die Arbeit dicht am Kopf und damit nahe der Geräuschquelle erfolgt. Hier ist der Hobbygärtner auch schnell mal mehr als 100 Dezibel ausgesetzt. Elektrische Trimmer sind zwar leiser, aber durch die hohen Frequenzen werden Sie als unangenehmer wahrgenommen und können genauso das Ohr schädigen. Elektrische Heckenscheren sind zwar nicht so laut, werden aber meist über einen längeren Zeitraum genutzt. „Ist in der Gebrauchsanweisung von längeren Arbeitszeiten die Rede, bedeutet das in der Regel eine Dauer von mehr als 30 bis 60 Minuten“, weiß Stephan Scheuer.

Wer keinen Streit mit den Nachbarn riskieren möchte, hält sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten. Leise Gartengeräte dürfen an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden, Sonn- und Feiertage ausgeschlossen. Lautstarke Geräte können an Werktagen zwischen 9 und 13 Uhr sowie 15 und 17 Uhr genutzt werden.

Bundesweite Initiative "Zweite Erste Hilfe" gestartet

Die Verkehrssicherheitskampagne „Zweite Erste Hilfe“ wurde gestartet.

Ihr Ziel: Verkehrsteilnehmer motivieren, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, um mehr Leben zu retten. Rund zehn Prozent der tödlich Verunglückten könnten jährlich durch Erste Hilfe gerettet werden. Es sei also entscheidend wichtig, dass möglichst alle Verkehrsteilnehmer ihr Wissen in Erster Hilfe auffrischen.

Bei der Mehrheit der deutschen Autofahrer liegt laut DRK der Erste-Hilfe-Kurs mehr als zehn Jahre zurück: „Wir gehen davon aus, dass nur jeder Dritte einem Schwerverletzten überlebensnotwendige Erste Hilfe leisten kann.“ Doch nicht nur Wissenslücken hindern die Menschen daran, sofort zu handeln. „Viele Verkehrsteilnehmer fürchten negative Konsequenzen, falls sie einen Fehler machen. Dabei gilt: Wer bei einem Unfall Erste Hilfe leistet, kann juristisch nichts falsch machen.

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert pro Jahr zehn Tage Auszeit vom Job.

Die Ankündigung im Koalitionsvertrag, Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz unter einem Dach zusammenzuführen, mit einem Rechtsanspruch zu versehen sowie die zehntägige Auszeit analog Kinderkrankengeld weiterzuentwickeln, machte Hoffnung auf eine grundlegende Entlastung pflegender Angehöriger. Der vorliegende Referentenentwurf des Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf wird diesem Anspruch jedoch nur teilweise gerecht. Dies bemängelt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in einer Stellungnahme zum Referentenentwurf und fordert folgende Nachbesserungen: Die im Referentenentwurf geplante Lohnersatzleistung für eine zehntägige Auszeit bliebe weiterhin einmalig auf akute Pflegesituationen beschränkt, bemängelt Heike Nordmann, Geschäftsführerin des KDA. „Alle Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die Pflege nicht nur am Beginn einer Pflegebedürftigkeit organisiert werden muss, sondern dass die in der Regel über viele Jahre andauernde Begleitung eines Pflegebedürftigen immer wieder einer (Neu)Organisation der Pflege bedarf.“ Deshalb fordert das KDA, die kurzzeitige Arbeitsverhinderung tatsächlich analog dem Kinderkrankengeld zu gestalten und dafür zehn Tage pro Jahr zu gewähren.

Positiv hervorzuheben sei die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Familienpflegezeit für alle Mitarbeitenden in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten. Allerdings schlagen die KDA- Experten vor, die sechsmonatige Pflegezeit als eigenständigen Anspruch neben der Familienpflegezeit zu belassen. Während der Pflegezeit sollte zumindest ein teilweiser echter Lohnersatz aus Steuermitteln gewährt werden. Für eine verbleibende Differenz könnte darüber hinaus die Darlehensregelung gelten. „Wir begrüßen die Ausweitung der Pflegezeit auch auf Situationen der Sterbebegleitung. Allerdings wäre es wünschenswert, auch im Rahmen der Sterbebegleitung Pflegezeit für sechs statt nur für drei Monate zu gewähren“, so Nordmann.

Die Rückzahlungsoptionen des Darlehens bei der Familienpflegezeit müssten flexibler gestaltet werden. Denn angesichts der kaum möglichen Einschätzbarkeit der Dauer einer Pflegesituation und der Situation auf dem Arbeitsmarkt, werde ein Großteil der Beschäftigten davor zurückschrecken, sich über zwei Jahre zu verschulden, mit anschließenden festen Rückzahlungsfristen und -raten.

Damit pflegende Angehörige mit ihren eigenen Bedarfen gestärkt werden, fordert das KDA, ein Beratungsangebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Referentenentwurf vorzusehen. Damit sollten die pflegenden Angehörigen beispielsweise Unterstützung bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeber zu passenden Arbeitszeitmodellen, inklusive von Vereinbarungen zur (Familien-)Pflegezeit erhalten.

Unfallfrei heimwerken

Hämmern, Sägen, Schleifen, Bohren – viele Menschen renovieren und basteln für ihr Leben gern. Gleichzeitig aber ist Heimwerken für viele Menschen auch eine eher ungewohnte Tätigkeit. Die Folge: Rund 310.000 Heimwerkerunfälle passieren pro Jahr in Deutschland.

Etwa 84 Prozent der Unfallopfer sind Männer, besonders häufig trifft es die 35- bis 44-Jährigen. Die häufigsten Verletzungen sind Schnitte, Stichverletzungen und Stürze. (Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Tipps für mehr Sicherheit bietet die Broschüre „Unfallfrei heimwerken. Sicher basteln“, herausgegeben vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH). Auf handlichen 32 Seiten im DIN-A5-Format geht es um den sicheren Umgang mit elektrischen Maschinen und Werkzeugen, aber auch um stabiles Arbeiten auf Leitern und Tritten sowie um die richtige Planung beim Heimwerken. Abrundende Themen sind die Einrichtung einer Werkstatt und die persönliche Schutzausrüstung für Hände und Füße, Mund, Augen, Ohren und Haut.

„Normale“ Rauchmelder können wegen der Stäube in einer Heimwerkstatt schnell einen Fehlalarm auslösen. Eine Alternative sind Temperaturmelder speziell für staubbelastete Umgebungen. Eine andere Möglichkeit ist, den Rauchmelder vor der Tür zur Heimwerkstatt an der Decke zu montieren. Bei einer Heimwerkstatt im Keller ist eine Vernetzung aller Rauchmelder im Haus mittels Funk oder Draht sinnvoll.

Bezugswege: Internet: www.das-sichere-haus.de/broschueren/heimwerken.

Mail: bestellung@das-sichere-haus.de, Stichwort: Heimwerken.

Post: DSH, „Heimwerken“, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg.

Das Haus für die kalte Jahreszeit fit machen

Die Tage werden kürzer und die fallenden Temperaturen kündigen die kühle Jahreszeit an. Zeit das Haus wetter- und regenfest zu machen, rät der Immobilienverband IVD.

Außerdem müssen Eigentümer dafür Sorge tragen, dass Laub auf den Gehwegen vor und auf dem Grundstück nicht zur Gefahr für Fußgänger wird. „Bei allgemein zugänglichen Bereichen wie Eingängen oder Treppenhäusern gilt die Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Pressesprecher des Immobilienverbands IVD. Gerade wenn es regnet, könne nasses Laub die Sturzgefahr erhöhen. „Kommt der Eigentümer der Verkehrssicherungspflicht nicht nach und ist ein Unfall die Folge, haftet er für den Schaden.“ Immobilieneigentümer sind deshalb fast immer verpflichtet, Gehwege regelmäßig von herabgefallenen Blättern zu befreien. Denn meistens haben die Gemeinden diese Aufgabe an die Hauseigentümer übertragen. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft kümmert sich in der Regel der Verwalter darum, dass das Laub regelmäßig beseitigt wird. Manche Hausordnungen sehen aber ausdrücklich eine aktive Mitarbeit der Eigentümer und Mieter vor.

Im Herbst beginnt auch die Heizperiode. Bevor jedoch die Heizanlage wieder in Betrieb genommen wird, sollte sie noch einmal überprüft werden. „Vor allem sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden“, sagt Schick. „Das spart Energie und damit Geld.“ Nach dem Entlüften muss eventuell Wasser nachgefüllt werden, damit der richtige Druck entsteht, um alle Heizkörper optimal versorgen zu können. Die Reinigung des Heizkessels und die optimale Einstellung des Brenners sollte allerdings einem Fachmann überlassen werden.

Wahre „Energiefresser“ sind undichte Türen und Fenster sowie Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Durch einen solchen Spalt können Kälte und Feuchtigkeit hereinziehen und Schimmel verursachen. Schließen Fenster nicht richtig, kann die warme Heizungsluft leichter entweichen und kalte Außenluft eindringen. Das Gleiche gilt für Türen, die einen deutlichen Spalt zum Boden aufweisen. „Hauseigentümer können hier leicht Abhilfe schaffen, beispielsweise durch Abdichtungsleisten mit kleinen Bürsten oder einfache Türvorleger“, sagt Schick. Bei undichten Fenstern reicht es manchmal bereits aus, die porös gewordene Gummilippe zu ersetzen.“.

Auch das Dach und Regenrinnen sollten zu Beginn der kalten Jahreszeit eingehend geprüft werden. Beispielsweise müssen die Regenrinnen komplett von Laub befreit sein, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Denn wenn das Laub in der Regenrinne gefriert, kann die Rinne platzen. Hinzu kommt, dass das Regen- und Schmelzwasser nicht abfließt, wenn die Rinne mit Blättern verstopft ist. Durch Löcher in der Regenrinne kann Wasser permanent an eine Stelle der Fassade tropfen und so die Bausubstanz zerstören. „In der Folge wird die Dämmwirkung beeinträchtigt, Feuchtigkeit kann in die Konstruktion gelangen und zur Schimmelbildung führen“, erklärt Schick. Deshalb sollten Hauseigentümer zu Beginn der regnerischen Jahreszeit das gesamte Entwässerungssystem rund ums Haus kontrollieren und reinigen.

Außerdem sollte das Dach auf seine Sturmfestigkeit überprüft werden. „Manche Ziegel sitzen nicht mehr fest und könnten bei Stürmen herunterfallen“, warnt Schick. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft mögliche Wasserschäden. „Oft machen schon kleinste Risse das Dach auf Dauer undicht. Das könnte zu Feuchtigkeitsschäden und zu Schimmelbildung im Haus führen.“ Zu guter Letzt sollten die Außenwände überprüft werden. Sind Risse oder Putzschäden vorhanden, durch die der Regen in die Bausubstanz dringen kann, sollten diese Schadstellen möglichst schnell professionell repariert werden.

Verwaltungsmodernisierung bleibt hinter Möglichkeiten zurück

Der Hightech-Verband BITKOM sieht bei der „Digitalen Verwaltung 2020“ der Bundesregierung Licht und Schatten.

„Die Bundesregierung will die Verwaltung digitalisieren und modernisieren, das ist gut – leider ist das Programm an einigen Stellen zu halbherzig“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. So fehlten entsprechende Gelder zur Finanzierung der Pläne. Zudem sei die Chance vertan worden, Online-Behördengänge durchgängig zu vereinfachen.

Laut Koalitionsvertrag sollen mit dem Programm „Digitale Verwaltung 2020“ Standards zur flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung angeschoben werden. Insbesondere sollen die hundert wichtigsten Verwaltungsleistungen innerhalb der nächsten vier Jahre bundesweit einheitlich online angeboten werden. Doch die dafür nötigen Investitionen sind bislang nicht in der Haushaltsplanung eingestellt. Beispielsweise soll die Bundesverwaltung zukünftig mit elektronischen Akten arbeiten. Das sieht schon das E-Government-Gesetz aus dem Jahr 2013 vor. Bislang jedoch werden in der Regel Ordner und Mappen aus Papier und Pappe vom Sachbearbeiter zum Vorgesetzten und wieder zurück geschoben. Für die Umstellung auf die elektronische Akte sind nach Schätzungen der Regierung Investitionen von 242 Millionen Euro notwendig. Entsprechende Gelder tauchen in dem jetzt vorgestellten Programm „Digitalen Verwaltung 2020“ jedoch nicht auf. „Wenn tatsächlich eine gemeinsame elektronische Aktenführung für die Bundesverwaltung eingeführt werden soll, dann muss sich das auch in der Finanzplanung niederschlagen“, sagt Rohleder.

Auch bei der Verlagerung von Behördengängen ins Internet bleibt das Programm hinter den Möglichkeiten zurück. Bürger erwarten, dass entsprechende Anträge und Formulare möglichst einfach zu nutzen sind. Leider stehen dem häufig gesetzliche Bestimmungen entgegen, die zum Beispiel eine Unterschrift auf dem Formular verlangen. Zwar muss laut E-Government-Gesetz ein Formular nicht mehr allein deshalb unterschrieben werden, weil eine Unterschrift schon immer notwendig war. Aber diese gesetzliche Klarstellung reicht nicht aus, um den Gang zum Amt durch eine Mail oder ein Online-Formular zu ersetzen. „Wir brauchen eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die systematisch Formulare vereinfacht und so rein elektronische Prozesse ermöglicht – jedenfalls dort, wo eine Unterschrift nicht gesetzlich vorgeschrieben ist“, sagt Rohleder. Bisher seien diese Schritte unterblieben.

Autodiebstahl 2013

Auf der Rangliste der bei Autodieben beliebtesten Marken hat Audi den bayerischen Autobauer BMW überholt.

Nach der Kfz-Diebstahlstatistik 2013, die der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft, GDV, veröffentlichte, stieg die Zahl gestohlener Audis im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf insgesamt 2.841 Fahrzeuge.

Die Diebstahlrate von Audi kletterte damit von 1,0 auf 1,2 pro 1.000 kaskoversicherter Pkw. Besonders von Diebstählen betroffen waren Besitzer der Sport-Limousinen S4, S3 und S6. Eine höhere Diebstahlrate als Audi erreichte 2013 nur noch Land Rover: 192 gestohlene SUVs dieser Marke ergaben eine Diebstahlrate von 3,1. Hinter Land Rover und Audi auf Platz 3 liegt BMW: Mit 2.748 Autos wurden rund vier Prozent weniger Fahrzeuge dieses Herstellers gestohlen als im Vorjahr, die Diebstahlhäufigkeit sank von 1,1 auf 1,0 pro 1.000 kaskoversicherter BMW. Am häufigsten gestohlen wurden die BMW-Modelle X6 und X5.

Insgesamt wurden im Jahr 2013 bundesweit 18.805 kaskoversicherte Autos geklaut. Die Zahl der Diebstähle stieg damit im Vergleich zum Vorjahr zwar um rund vier Prozent an, blieb aber auf einem niedrigen Niveau. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 wurden noch doppelt so viele Autos gestohlen, in den Jahren 1993 und 1994 lag die Zahl der Diebstähle bei über 100.000 Pkw. Konstant angestiegen ist hingegen die durchschnittliche Entschädigung für ein gestohlenes Fahrzeug: Sie lag 2013 bei rund 14.000 Euro, insgesamt zahlten die Kraftfahrtversicherer für gestohlene Pkw 263,9 Millionen Euro an die Versicherten aus.

Hohe Überschüsse in der Rentenkasse

Die Deutsche Rentenversicherung hat im ersten Halbjahr des laufenden Jahres mit einem deutlichen Überschuss abgeschlossen.

Trotz der milliardenschweren Mehrausgaben für die Rente mit 63 und die Mütterrente, die im zweiten Halbjahr auf die Versicherung zukommen, werden am Jahresende auch für das Gesamtjahr schwarze Zahlen stehen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) rechnet mit einem Jahresüberschuss von zweieinhalb Milliarden Euro. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist gut und dürfte es auch im kommenden Jahr bleiben“, sagt DIW-Finanzexpertin Kristina van Deuverden. „Das beschert der Rentenversicherung hohe Einnahmen.“ Das Vermögen der Rentenkassen dürfte Ende 2014 bei über 36 Milliarden Euro liegen. Die Schwankungsreserve wird bereits gegen Ende dieses Jahres die obere Grenze von anderthalb Monatsausgaben übersteigen. Am Jahresende 2015 läge sie auf Grundlage der DIW-Prognose bei unveränderten Beitragssätzen sogar um fast acht Milliarden Euro über dieser Referenzmarke. Nach geltender Rechtslage könnte der Beitragssatz zur Rentenversicherung damit zu Beginn des kommenden Jahres sinken – um 0,6 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent.

Einspruch per Mail unwirksam

Gegen einen Kindergeldbescheid kann man nicht durch einfache E-Mail Widerspruch einlegen.

Entsprechend urteilte das Hessische Finanzgericht. Demnach kann man mit einer einfachen E-Mail den Bescheid einer Behörde nicht wirksam anfechten. Betroffene müssen damit rechnen, dass der Bescheid, gegen den sie sich wenden wollen, deshalb mangels wirksamer Anfechtung zu ihren Ungunsten bestandskräftig wird. Denn ein lediglich mittels einfacher E-Mail eingelegter Einspruch genüge den gesetzlichen Erfordernissen nicht. Eine elektronische Einspruchseinlegung muss daher zwingend mit einer sog. qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen sein.

Staffelung der Kündigungsfristen ist keine Altersdiskriminierung

Die vom Arbeitgeber einzuhaltende gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich bei längerer Betriebszugehörigkeit in mehreren Stufen. Diese Staffelung der Kündigungsfristen verletzt das Verbot der mittelbaren Altersdiskriminierung nicht.

Entsprechend urteilte der BGH. Begründung: Zwar führt die Differenzierung der Kündigungsfrist nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu einer mittelbaren Benachteiligung jüngerer Arbeitnehmer. Die Verlängerung der Kündigungsfristen verfolgt jedoch das rechtmäßige Ziel, länger beschäftigten und damit betriebstreuen, typischerweise älteren Arbeitnehmern durch längere Kündigungsfristen einen verbesserten Kündigungsschutz zu gewähren. Darum liegt keine mittelbare Diskriminierung wegen des Alters vor.