Die Alten werden fitter

Heute 75-Jährige sind geistig fitter und glücklicher als vor 20 Jahren.

Geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bleiben im Alter länger erhalten als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine gemeinsame Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen. Die heute 75-Jährigen sind im Durchschnitt geistig erheblich fitter als die 75-Jährigen vor 20 Jahren. Zugleich zeichnet sich die Generation der heute 75-Jährigen durch höheres Wohlbefinden aus und ist insgesamt zufriedener mit ihrem Leben.

Neuer Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung startet mit einem neuen bundesweiten Beratungsangebot für Unternehmen.

Der „Firmenservice“ hat zum Ziel, die Gesundheit von Mitarbeitern präventiv und nachhaltig zu stärken. Das Angebot richtet sich an Arbeitgeber, Werks- oder Betriebsärzte, Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen.

Durch kostenlose Informationen und Beratung vor Ort helfen die Fachleute der Rentenversicherung dabei, die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern zu sichern und deren vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu vermeiden. Dies kommt sowohl den Beschäftigten selber sowie auch deren Arbeitgebern zugute. Gesunde Mitarbeiter sind motivierter und leistungsfähiger und können ihr Fachwissen im Betrieb länger einbringen. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und des demografischen Wandels ist dies für jeden Arbeitgeber ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Interessenten für die neuen Beratungs- und Informationsangebote erreichen den „Firmenservice“ unter der bundesweiten Telefonhotline 0800 1000 453 oder per E-Mail unter firmenservice@deutsche-rentenversicherung.de.

Ältere Berufstätige sind Gewinn für Unternehmen

Ältere Berufstätige gehen aktiver mit beruflichen Belastungen um und sind deshalb weniger gestresst als ihre jüngeren Kollegen.

Das zeigen Psychologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In einer Online-Befragung wurden rund 630 Berufstätige im Alter von 17 bis 73 Jahren zu ihrer Beanspruchung bei der Arbeit und zu ihren Bewältigungsstrategien bei der Lösung von beruflichen Problemen befragt, und zwar zweimal im Abstand von acht Monaten.

„Die Stärken älterer Berufstätiger werden oft unterschätzt“, sagt Guido Hertel, Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie und Leiter der Studie. „Dabei übersieht man die wichtigen Fähigkeiten, die ältere Berufstätige, also Menschen zwischen 50 und 65 Jahren, aufgrund ihrer langjährigen beruflichen und persönlichen Erfahrung mitbringen.

Ältere Berufstätige berichten durchweg weniger Stress als jüngere. Diese Unterschiede zeigten sich auch dann, wenn unterschiedliche Arbeitsbedingungen berücksichtigt wurden. Einen entscheidenden Einfluss hat die Art der Bewältigungsstrategie: Ältere Berufstätige wendeten im Vergleich zu jüngeren mehr aktive Bewältigungsstrategien an, um beruflichen Problemen entgegenzutreten.

Zweifel an Mautzahlen

Die Einnahmen des Bundes aus der Infrastrukturabgabe, besser bekannt als Pkw-Maut, könnten deutlich geringer ausfallen als vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) veranschlagt.

Ein Verlustgeschäft für die öffentliche Hand droht sie gleichwohl nicht zu werden. So lässt sich das Ergebnis eines Expertengesprächs zusammenfassen, das der Haushaltsausschuss durchführte. Wie hoch das Aufkommen tatsächlich sein dürfte, darüber gingen die Prognosen der vier Verkehrsfachleute allerdings ebenfalls auseinander. Sie erklärten dies damit, dass sich nur sehr begrenzt Aussagen darüber machen ließen, wie viele ausländische Autofahrer deutsche Autobahnen benutzen und wie viele davon Zehn-Tages-, Zwei-Monats- oder Jahresvignetten kaufen werden. Im Gegensatz zur Einnahmenseite halten die Experten die Berechnungen des Ministeriums zu den Kosten der Erhebung der Maut für einigermaßen plausibel.

Zunahme bei Riester-Versicherungen

Die Riester-Rente erweist sich im Zinstief als tragende Säule der privaten Altersvorsorge.

Zum Jahresende 2014 ist die Zahl der Riester-Versicherungsverträge auf annähernd 10,85 Millionen gestiegen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet. Der GDV-Statistik zufolge schlossen die Sparer im Jahr 2014 rund 463.700 neue Riester-Versicherungsverträge ab – das waren fast 2,4 Prozent mehr als 2013. Eine Riester-Rente beziehen mittlerweile 50.000 Riester-Versicherungssparer der „ersten Stunde“.

„Die Riester-Rente ist weiterhin ein sinnvoller Baustein für die Altersvorsorge. Sie lohnt sich gerade für Geringverdiener und Familien mit Kindern, betont Peter Schwark, Mitglied der GDV-Hauptgeschäftsführung. Schwark sieht allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten. „Damit die Riester-Versicherung ein Erfolg bleibt, müssen unter anderem die seit Jahren unveränderten Fördersätze angehoben werden.“ Die Riester-Rente kann die Rentenlücke in der gesetzlichen Altersversorgung nur dann schließen, wenn die staatliche Förderung an die seit 2002 deutlich gestiegenen Einkommen angepasst wird.

Renten steigen zum 1. Juli

Zum 1. Juli erhalten Rentnerinnen und Rentner mehr Geld.

In Westdeutschland steigen die Altersbezüge um 2,10 Prozent, in Ostdeutschland um 2,50 Prozent. Grund für die Erhöhung ist die gute wirtschaftliche Lage. Seit 1957 ist die Rente an die Entwicklung von Löhnen und Gehältern gekoppelt. Dadurch nehmen die Rentnerinnen und Rentner an der wirtschaftlichen Entwicklung teil. Nahles unterstrich in einer Pressemitteilung, dass dieses System sich über Jahrzehnte bewährt habe: „Rekordbeschäftigung und steigende Löhne sorgen für verlässliche und nachhaltige Rentenfinanzen.“

Mit der diesjährigen Anpassung steigt der aktuelle Rentenwert für die ostdeutschen Bundesländer und erreicht 92,6 Prozent des Westwerts. Bisher waren es 92,2 Prozent. Auf Basis der vorliegenden Daten erhöht sich der Rentenwert West von 28,61 Euro auf 29,21 Euro. Der aktuelle Rentenwert Ost steigt von 26,39 Euro auf 27,05 Euro.

Beweispflicht und Selbsttötungsabsicht

Bei einem möglichen Selbstmord trägt die Unfallversicherung die Beweislast.

Entsprechend urteilte das Landessozialgericht Bayern. Im verhandelten Fall war ein freiwillig unfallversicherter Mann frontal mit einem entgegenkommenden Lkw kollidierte. Die Versicherung ging von einem Suizid aus und wollte nicht zahlen. Das sahen die Richter anders. Es gebe zwar Anhaltspunkte für einen Selbstmord, allerdings waren die nicht zwingend. Nachweisen müsse dies die Unfallversicherung.

Weit verbreitete Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet und ziehen nach einer Fachanalyse hohe Kosten nach sich.

Wie aus einem Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum technischen Fortschritt im Gesundheitswesen hervorgeht, machen die indirekten Kosten bei Rückenleiden mit einem Anteil von etwa 85 Prozent den Großteil der Gesamtkosten aus. Gemeint sind vor allem Produktivitätsausfälle aufgrund von Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit.

Nur rund 15 Prozent der Kosten entfallen demnach auf die medizinische Behandlung. Nach einer Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes wurden dem Bericht zufolge 2008 für die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückens 9,04 Milliarden Euro ausgegeben, rund vier Prozent der direkten Kosten für alle Krankheiten. Was die indirekten Kosten betrifft, gingen 2008 den Angaben zufolge „172.000 Erwerbstätigkeitsjahre durch Arbeitsunfähigkeit sowie 75.000 durch Invalidität aufgrund von Rückenschmerzen verloren“.

Griechenlands Sparkurs lässt Armut steigen

Der Sparkurs in Griechenland hat die Einkommen der privaten Haushalte in dem Krisenland drastisch einbrechen und die Armut ansteigen lassen.

Wie stark und mit welchen Folgen, macht eine neue Studie im Auftrag des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung deutlich. Die Auswertung einer umfangreichen Stichprobe von Steuer- und Einkommensdaten ergibt: Im Schnitt sind die nominalen Bruttoeinkommen der griechischen Privathaushalte in nur vier Jahren von 2008 bis 2012 um ein knappes Viertel gesunken. Lohnkürzungen verursachten knapp die Hälfte dieses Rückgangs. Diese Kürzungen fielen weit umfassender aus als nötig gewesen wäre, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft zu stärken, analysieren die Studienautoren. Die Nettoeinkommen fielen um weitere fast 9 Prozent, weil die Steuerbelastung deutlich erhöht wurde. Zwar büßten alle sozialen Schichten durch Kürzungen, Steuererhöhungen und Wirtschaftskrise beträchtlich an Einkommen ein. Besonders stark waren aber Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen betroffen. Das liegt unter anderem am starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und an Steuererhöhungen, die teilweise regressiv wirkten. Zudem erlitten Beschäftigte in der Privatwirtschaft insgesamt deutlich höhere Einkommensverluste, und sie waren stärker von Arbeitslosigkeit bedroht als die Beschäftigten im öffentlichen Sektor.

Änderung der Rechtsprechung bei Schönheitsreparaturen

Formularmäßige Übertragung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter bei unrenoviert übergebener Wohnung sind unwirksam.

Entsprechend urteilte der BGH. Demnach ist die Pflicht zu Schönheitsreparaturen durch den Mieter in einigen Fällen unzulässig. Beispielsweise wenn der vermieter einen Anteil der Kosten zum Ende des Mietverhältnisses fordert, die nach dem in der Renovierungsklausel festgelegten Fristen aber noch nicht fällig sind.