Datenschutz steht vor Wandel

Nächste Woche beginnen die sogenannten Trilog-Verhandlungen über die EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Dem Rat der EU, dem Europäische Parlament und der Europäischen Kommission geht es dabei besonders um die Regulierung von Internetdiensten.

Die bis zum Ende des Jahres geplante Verabschiedung der EU-Datenschutz-Grundverordnung wäre nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein echter Meilenstein. „Endlich biegt die Angleichung des Datenschutzes in Europa auf die Zielgerade ein“, erklärt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV. „Wir Versicherer hüten Millionen von Kundendaten. Das ist eine große Verantwortung, für die wir einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen brauchen.“ Die Regelungen dürften aber nicht unbeabsichtigt das klassische Versicherungsgeschäft gefährden.

Finanzielle Sicherheit im Alter

Lebensversicherung trägt immer stärker zu Alterseinkünften bei.

Ein wachsender Teil der Alterseinkommen der Deutschen stammt aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Rechnerisch kamen 2014 auf 100 Euro aus der gesetzlichen Rente knapp 31 Euro aus Lebensversicherungsverträgen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft berichtet. Vor 20 Jahren waren es erst 16,60 Euro.

Grabstein muss sicher stehen

Wer einen Grabstein aufstellen lässt, muss für dessen Standsicherheit sorgen.

Entsprechend urteilte das Verwaltungsgericht Mainz. Im verhandelten Fall hattes sich die Steinumrandung eines Grabes an der hinteren Seite abgesenkt. Nach der Friedhofssatzung sind Grabmale und sonstige bauliche Anlagen (wie Umrandungen) so herzustellen, dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzten oder sich senken können. Also muss derjenige, der den Grabstein aufstellen lässt im Innenverhältnis zum Friedhofsträger die Grabstätte dauernd in verkehrsfähigem Zustand halten.

Bonitätsauskunft vor Mietvertrag

Begründete Forderungen von Vermietern nach Vorlage einer Bonitätsauskunft durch Wohnungsbewerber.

Vermieter verlangen von Wohnungsbewerbern vor allem in Ballungsräumen häufig bereits vor der konkreten Vertragsanbahnung die Vorlage einer Bonitätsauskunft der Schufa. Wie die Bundesregierung dazu ausführt, steht dem „schutzwürdigen Interesse von Mietinteressenten, über die Preisgabe ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Daten frei zu entscheiden“, das berechtigte Interesse des Vermieters an der Bonität des künftigen Mieters gegenüber. Der Vermieter, der vor der Entscheidung steht, seine Wohnung an eine ihm unbekannte Person zu vermieten, dürfe die für seine Entscheidung wesentlichen Informationen vom Mietinteressenten erfragen. Hierzu gehörten in der vorvertraglichen Phase auch Fragen nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Hab mein Wagen voll geladen…

Vor der Fahrt in den Sommerurlaub muss das Auto sicher beladen werden.

Koffer, Badeutensilien, Lebensmittel oder Campingartikel wahllos in den Kofferraum zu stapeln, kann gefährliche Folgen haben. Darauf weist der ADAC hin. Jeder Gegenstand im Fahrzeug, der bei einem Frontalcrash mit lediglich 50 km/h nach vorne katapultiert wird, schießt mit dem 30 bis 50-fachen seines Gewichts durch den Innenraum. Dies kann verheerende Folgen haben.

– Schwere Gegenstände und Koffer immer nach unten und möglichst direkt an die Rücksitzlehne packen. – Nur leichte Gegenstände nach oben legen.

– Ein stabiles Laderaumgitter oder Netz sollte dann angebracht werden, wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird.

– Die Ladung eventuell mit einer Decke abdecken und mit Hilfe von Zurrgurten (über Kreuz und eingefädelt in die Zurrösen am Ladeboden) sichern.

– Vorsicht bei ungesicherten Sportgeräten im Fahrzeugraum: Räder oder Surfbretter sollten auf entsprechende Trägersysteme oder in eine Dachbox.

– Die Rücksitzlehne nicht umklappen, da sie als schützende Trennwand dient. Wenn dort niemand sitzt, ist es ratsam, die Gurte diagonal darüber zu verschließen. So wird die Rückenlehne zusätzlich gestützt.

Sollten sich unter dem Kofferraumboden wichtige Dinge wie Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck befinden, empfiehlt der ADAC, diese vor dem Beladen an einem leichter zugänglichen Ort zu verstauen, damit sie im Notfall griffbereit sind.

Studie zu Cloud Computing

Deutsche Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen, profitieren in erster Linie von hohen Einsparmöglichkeiten.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2015“ der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS), die mit ihrer Untersuchung zu einem realistischeren Stimmungsbild in puncto Cloud beitragen möchte.

Die umfangreiche und professionelle Ausspähung deutscher Firmen durch NSA und Co. und die rechtlich legitimierte digitale Sammelwut von US-Behörden hat das negative Bild vom Cloud Computing hierzulande in Medien, Öffentlichkeit und Wirtschaft geprägt. Laut NIFIS-Studie werden in erster Linie der Kontrollverlust über die eigenen Daten (73 Prozent), interne und externe Hackerangriffe (71 Prozent) und die eigene Unwissenheit über die vorhandenen Risiken (89 Prozent) von der deutschen Wirtschaft als Hauptgefahren beim Cloud Computing wahrgenommen.

Kredite werden pünktlich bedient

Rückzahlungsquote mit 97,5 Prozent konstant auf sehr hohem Niveau.

Das Finanzverhalten der Deutschen bleibt weiterhin vorbildlich. Dies ist das Fazit des aktuellen SCHUFA Kredit-Kompass 2015.

„Der Anteil der reibungslos zurückbezahlten Kredite bleibt mit 97,5 Prozent auf erfreulich hohem Niveau. Mit 90,8 Prozent ist auch der Anteil der Verbraucher unverändert hoch geblieben, zu denen bei der SCHUFA ausschließlich positive Merkmale gespeichert sind. Während die Kreditaktivitäten in den verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich sind, hat sich die durchschnittliche Höhe der 2014 neu aufgenommenen Kredite über alle Altersgruppen erhöht. Die Anzahl der neu aufgenommenen Kredite hat sich zum Vorjahr hingegen leicht verringert. Auch im derzeitigen Zinsumfeld ist das Kreditverhalten der deutschen Verbraucher weiter vorbildlich“, resümiert Dr. Michael Freytag, Vorstandsvorsitzender der SCHUFA Holding AG.

Was beim Ferienjob zu beachten ist

Babysitten, Zeitung austragen oder Eis verkaufen – so wollen viele Kinder in den großen Ferien ihr Taschengeld aufbessern.

Das Jugend­arbeits­schutz­gesetz setzt ihnen jedoch Grenzen. Das Mindest­alter für das Jobben in den Ferien liegt bei 15 Jahren. Darauf weist die Stiftung Warentest hin und gibt Tipps für die Arbeit in den Ferien.

Sind die Jugend­lichen noch Voll­zeit schul­pflichtig, dürfen sie insgesamt höchs­tens vier Wochen pro Kalender­jahr arbeiten. Es gilt die Fünf­tagewoche. Je nach Bundes­land beträgt die Voll­zeitschul­pflicht neun oder zehn Schul­besuchs­jahre. Bayern und Baden-Württem­berg etwa haben eine neunjäh­rige Schul­besuchs­pflicht, Berlin, Bremen oder Nord­rhein-West­falen eine zehnjäh­rige. Wer seine Schul­pflicht erfüllt hat, kann in den Ferien unbe­grenzt arbeiten.

Alle Jugend­lichen, sowohl die Voll­zeitschul­pflichtigen als auch andere Beschäftigte unter 18 Jahren, dürfen höchs­tens acht Stunden pro Tag arbeiten. Pausen zählen dabei nicht mit. Das Arbeiten ist außerdem normaler­weise nur tags­über zwischen 6 und 20 Uhr erlaubt – an Sams­tagen, Sonn- und Feier­tagen nicht. Die Eltern müssen die Erlaubnis zur Aufnahme des Ferien­jobs erteilen.

Jobbende Schüler sind über den Betrieb unfall­versichert. Bei einem Arbeits­unfall muss der Arbeit­geber den Schaden über seine gesetzliche Unfall­versicherung regulieren. Beiträge zur Sozial­versicherung zahlen Schüler nicht. Sollte sich jedoch an den Ferien­job eine Ausbildung anschließen, ist schon der Ferien­job sozial­versicherungs­pflichtig, sofern die Jugend­lichen monatlich mehr als 450 Euro verdienen.

Hat der Arbeit­geber Lohn­steuer einbehalten, kann der Ferien­jobber nach Ablauf des Kalender­jahres beim Finanz­amt eine Einkommensteuererklärung abgeben. War sein zu versteuerndes Einkommen im Kalender­jahr geringer als der Frei­betrag von 8 472 Euro, erhält er die gezahlte Lohn­steuer zurück.

Gefahr durch Sekundenschlaf wird unterschätzt

Eingeschlafene Fahrer sind für nahezu jeden vierten tödlichen Pkw-Verkehrsunfall auf Autobahnen verantwortlich.

Bei einem Sekundenschlaf von gerade einmal zwei Sekunden legt ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h immerhin 56 Meter unkontrolliert zurück. Dennoch wird die Gefahr, die von Müdigkeit am Steuer ausgeht, meist unterschätzt. Dabei schränkt sie die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark ein wie Alkohol.Darauf weist der ADAC hin.

Gerade zur Reisezeit betrifft dies viele Autofahrer. Das Problem: Die meisten Autofahrer überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Dabei führt Müdigkeit nicht nur zu Konzentrationsproblemen, sondern auch zu einer verminderten Reaktionszeit.

Besonders groß ist die Gefahr, wenn die Fahrt entgegen der inneren Uhr angetreten wird. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens sowie am Nachmittag gegen 14 Uhr befindet sich der Mensch in einem biologischen Tief. Dies sollten Autoreisende bei ihrer Fahrt in die Ferien beachten. In der Nacht aufzubrechen, um den großen Staus zu entgehen, geht im Zweifelsfall auf Kosten der Sicherheit. Aber auch außerhalb dieser Zeiten können Autofahrer unter Müdigkeit leiden, vor allem dann, wenn die Fahrt sehr lange dauert und besonders monoton verläuft.

Der ADAC rät Autofahrern, sich selbst genau zu beobachten, um nicht vom plötzlichen Sekundenschlaf überrascht zu werden. Akute Warnzeichen sind häufiges Gähnen, plötzliches Frösteln und ein starkes Bewegungsbedürfnis. Auch wer Schwierigkeiten hat, die Spur zu halten oder das Gefühl hat, die Straße würde sich verengen, sollte schnellstmöglich eine Pause einlegen. Bei zufallenden Augen, plötzlichem Erschrecken und ruckartigen, unwillkürlichen Kopfbewegungen war der Fahrer bereits im Sekundenschlaf.

Fahrerassistenzsysteme können auf ein verändertes Fahrverhalten hinweisen. Spurhalteassistent und Auffahrwarnsysteme haben jedoch nur eine unterstützende Funktion und können einen Einschlafunfall nicht verhindern.

Um der Gefahr von Müdigkeit am Steuer vorzubeugen, ist eine gute Planung nötig. Die Fahrt sollte nur ausgeschlafen angetreten werden und beispielsweise nicht nach einem langen Arbeitstag. Während der Fahrt sind regelmäßige Pausen wichtig. Der ADAC empfiehlt, ungefähr alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und sich dabei an der frischen Luft zu bewegen. Wer müde ist, kann ein Nickerchen zwischen 10 und 20 Minuten machen. Wer noch mehrere hundert Kilometer vor sich hat, sollte eine außerplanmäßige Übernachtung einlegen.

Um fit zu bleiben, sind ausreichend Flüssigkeit und eine leichte Kost wichtig. Zum Trinken empfehlen sich Wasser, Fruchtschorle und ungesüßte Früchtetees. Urlauber sollten für die Pausen gut verdauliche Zwischenmahlzeiten wie Obst, Rohkost und Vollkornbrötchen einpacken.

Fensterstürzen von Kindern vorbeugen

Immer wieder klettern Kleinkinder auf die Balkonbrüstung oder auf die Fensterbank vor dem geöffneten Fenster.

Bei Stürzen ziehen sich die Kinder oft schwere Verletzungen an Wirbelsäule und Kopf zu, die zu bleibenden gesundheitlichen Schäden oder gar zum Tod führen können. Viele dieser schrecklichen Unfälle sind vermeidbar, wenn Eltern ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) hat dafür ein paar Tipps zusammengestellt:

– Haken, Ketten oder Riegel sichern Fenster und Balkontüren in höheren so, dass kleine Kinder sie nicht öffnen können. Eine Alternative sind abschließbare Tür- und Fenstergriffe („Oliven“). Ein zusätzlicher Schutz für Balkontüren sind Türschutzgitter.

– Schon kleine Kinder können Stühle oder Tische ans Fenster schieben und darauf hochklettern. Deshalb gehören leicht bewegbare Möbel nicht in Fensternähe.

– Beim Stoßlüften sind alle Fenster weit geöffnet. Kinder müssen dann sorgsam beaufsichtigt werden.

– Auch Kinder, die auf dem Balkon spielen, brauchen eine Aufsicht.

– Balkonverkleidungen sollten aus Längslatten bestehen. Querlatten sind prima zum Hochklettern!

– Blumenkästen sollten an der Innenseite der Balkonbrüstung hängen. Sie sind dann eine effektive und zudem hübsche Kletter-Barriere.

– Blumenkübel, Gartenmöbel und Getränkekisten stehen auf der Wandseite des Balkons sicher. Sind sie zu nah an der Brüstung, können Kinder darauf klettern und in die Tiefe stürzen.

Kostenfreie Broschüre: Weitere Tipps für ein sicheres Zuhause bietet die kostenfreie Broschüre „Zu Hause sicher leben. Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden“. Herausgeber sind der GDV und die DSH. Internet: www.das-sichere-haus.de/broschueren/haushalt