Pedelecs nicht gefährlicher als Fahrräder

Elektrisch unterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, sind nicht grundsätzlich gefährlicher als Fahrräder.

Das hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) herausgefunden. Demnach fahren Pedelecs-Nutzer mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h – das sind die am häufigsten gekauften – zwar im Schnitt geringfügig schneller als Radfahrer, erleben im Alltag dadurch aber nicht spürbar mehr riskante Situationen. Deutlich schneller sind die sogenannten S-Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis maximal 45 km/h unterwegs. Aber auch sie kamen laut UDV-Studie nicht vermehrt in kritische Verkehrssituationen.

Die Unfallforscher haben für ihre Untersuchung die Mobilität, die Geschwindigkeit und die Risiken im Verkehrsalltag von Elektroradfahrern im Vergleich zu Fahrradfahrern untersucht und die Einschätzung der gefahrenen Geschwindigkeiten durch Autofahrer beobachtet. Außerdem haben sie die amtliche Verkehrsunfallstatistik analysiert.

Entlastung für Steuerzahler

Der Bundestag hat das Familienleistungs-Paket beschlossen.

Demnach steigen der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld und der Kinderzuschlag an. Neben den höheren Steuerfreibeträgen für Erwachsene und Kinder werden die Einkommensteuertarife angepasst. Auch das entlastet den Steuerzahler.

Zum 1. Januar 2016 soll der Einkommensteuertarif um 1,48 Prozent „nach rechts“ verschoben werden. Dadurch wird die vom Bundesfinanzminister erwartete Inflationsrate 2014 und 2015 ausgeglichen. Das heißt konkret: Bürgerinnen und Bürger werden ab 2016 jährlich um 1,5 Milliarden Euro entlastet. So werden auch „heimliche Steuererhöhungen“ im Zuge der Kalten Progression eingedämmt.

Der Grundfreibetrag für Erwachsene steigt in zwei Schritten von 8.354 auf 8.652 Euro. Durch diese Anpassung greifen steigende Steuersätze des progressiven Einkommensteuertarifs erst bei etwas höherem Einkommen. Damit bleibt etwas mehr Netto vom Brutto. Der Abbau der Kalten Progression ist möglich, weil die geschätzten Steuereinnahmen den nötigen Spielraum bieten.

Nach aktuellen Prognosen rechnet der Bund in diesem Jahr mit Steuereinnahmen von 280,3 Milliarden Euro. Das sind exakt 6,3 Milliarden Euro mehr als bei der Steuerschätzung im November. Bis 2019 summieren sich die zusätzlichen Einnahmen auf mehr als 38 Milliarden Euro. Grund dafür ist die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Der steuerliche Kinderfreibetrag beträgt aktuell 7.008 Euro. Ab Juli 2015 wird er um 144 Euro je Kind erhöht sowie 2016 um weitere 96 Euro auf 7.248 Euro. Der Kinderzuschlag für Geringverdiener wird zum Juli kommenden Jahres um 20 Euro auf bis zu 160 Euro pro Monat steigen.

Auch Alleinerziehende werden stärker unterstützt. Der Entlastungsbetrag wird angehoben und steigt rückwirkend für 2015 auf 1.608 Euro im Jahr bei einem Kind. Das sind 300 Euro mehr als bisher. Für jedes weitere Kind gibt es zusätzlich 240 Euro. Ab 2016 steigt der Freibetrag für Alleinerziehende mit einem Kind dann nochmals um 300 Euro – auf insgesamt 1.908 Euro im Jahr. Alleinerziehende mit zwei Kindern werden dann mit 2.148 Euro pro Jahr entlastet.

Unterschiede im Verbraucherpreisniveaus

Unterschiede bis zum Dreifachen zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Bei den Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen gab es 2014 in der Europäischen Union (EU) große Unterschiede.

Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken reichte das Preisniveau 2014 von 61 % des EU-Durchschnitts in Polen bis 139 % in Dänemark. In dieser Produktgruppe fielen die Unterschiede der Preisniveaus zwischen den Mitgliedstaaten geringer aus als bei Waren und Dienstleistungen insgesamt. Die Preisniveaus für alkoholische Getränke und Tabakwaren wiesen Unterschiede bis zum Dreifachen auf, wobei die niedrigsten Preise in Bulgarien (58 % des Durchschnitts) und Ungarn (65 %) verzeichnet wurden, die höchsten Preise in Irland (170 %) und im Vereinigten Königreich (165 %). Es ist zu beachten, dass diese großen Preisunterschiede in erster Linie auf die unterschiedliche Besteuerung dieser Produkte in den einzelnen Mitgliedstaaten zurückzuführen sind.

Bekleidung gehört zu den Produktgruppen mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten, wobei die Preise in Ungarn (70 % des Durchschnitts) am niedrigsten und in Schweden (121 %) am höchsten waren. Unterhaltungselektronik ist eine weitere Produktgruppe mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten: Die Spanne reicht von 85 % des Durchschnitts in der Tschechischen Republik und Polen bis 116 % in Malta.

Mit der bemerkenswerten Ausnahme Dänemark (151 % des Durchschnitts) waren die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auch bei privaten Verkehrsmitteln eher begrenzt. Die Preise lagen zwischen 75 % des Durchschnitts in der Tschechischen Republik und 114 % in Portugal sowie 117 % in den Niederlanden. Bei den Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen hingegen waren die Preisunterschiede stärker ausgeprägt. So variierte das Preisniveau von 46 % des Durchschnitts in Bulgarien bis 147 % in Dänemark.

Die Daten über Verbraucherpreisniveaus im Jahr 2014 stammen aus einem Artikel, der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union veröffentlicht wurde.

Rente mit 63

Ein Viertel der Betriebe versucht die Mitarbeiter zu halten.

Ein Viertel der Betriebe mit Mitarbeitern, die von der Rente mit 63 Gebrauch machen, versucht die Mitarbeiter zu halten. Sie bieten beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten, Lohnerhöhungen oder Prämien an. Das zeigt eine repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Betriebe, die bei der Personalrekrutierung von Fachkräfteengpässen betroffen sind, versuchen besonders häufig ihre Mitarbeiter zum Verbleib im Betrieb zu motivieren.

Gut die Hälfte der Betriebe plant bei einem Ausscheiden von Mitarbeitern durch die Rente mit 63 den Ersatz durch Externe, also Neueinstellungen. Fast ein Drittel der Betriebe will mit internen Umstrukturierungsmaßnahmen reagieren, etwa durch technische und organisatorische Veränderungen. „Die Art der Reaktion und die Maßnahmen sind dabei wesentlich von den Flexibilitätspotenzialen der Betriebe abhängig: Je größer der Betrieb, desto eher ist er in der Lage, das Ausscheiden von Mitarbeitern durch interne Umstrukturierungen zu kompensieren“, erklären die Arbeitsmarktforscher.

Elf Prozent der Betriebe sind nach eigener Aussage von der Rente mit 63 betroffen, weil Mitarbeiter bereits ausgeschieden sind oder die Betriebe dies erwarten. Aufgrund der Unterschiede in der Altersstruktur der Beschäftigten stellt sich die Situation je nach Branche sehr verschieden dar. Während in den Branchen „Kunst, Unterhaltung, Erholung“, „Information und Kommunikation“ oder im Gastgewerbe weniger als fünf Prozent der Betriebe von der Rente mit 63 in den nächsten drei Jahren betroffen sind, liegt der Anteil in der öffentlichen Verwaltung bei mehr als 30 Prozent.

In Westdeutschland sind elf Prozent, in Ostdeutschland 15 Prozent der Betriebe betroffen. „Dies erklärt sich durch die Altersstruktur in Ostdeutschland, wo aufgrund des demographischen Wandels, der Abwanderung nach Westdeutschland und vergleichsweise wenig Einwanderung der Anteil älterer Beschäftigter höher ist als im Westen“, schreiben die IAB-Forscher.

Schutz vor Feuer, Rauch und Blitzschlag

Der Brandschutz in den eigenen vier Wänden kommt in vielen deutschen Haushalten zu kurz.

Darauf weist der Bauherren Schutzbund hin. Auch die Auswirkungen von Blitzschlag oder neuen Risiken wie fehlerhaft montierten Photovoltaikanlagen werden von Hausbesitzern häufig unterschätzt. Feuer, Rauch und Blitz können jedoch verheerende Folgen für die Gesundheit der Hausbewohner und den Erhalt von Wohneigentum und Sachwerten haben. Deshalb gilt: Die frühzeitige Auseinandersetzung mit Sicherungsmaßnahmen und deren Umsetzung senkt nicht nur das Schadensrisiko. Sie ist auch deutlich günstiger als die Beseitigung der Schäden nach einem Brand oder Blitzschlag.

Wer mehr über die Möglichkeiten des Blitz- und Brandschutzes wissen will oder sich generell zum Thema häusliche Sicherheit informieren möchte, kann bei RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. kostenlos den „RAL Ratgeber Sicherheit und Schutz rund ums Haus“ anfordern.

Präventionsgesetz mit guten Ansätzen

Gesundheitsförderung sollte nicht dem Wettbewerb ausgeliefert werden.

Insbesondere die erweiterten Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und die neuen Präventionsleistungen in Pflegeeinrichtungen begrüßt der Sozialverband Deutschland. Kritisch bewertet der Sozialverband mögliche Negativfolgen für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen. Ihnen drohen steigende Zusatzbeiträge. Das geht aus einer fachpolitischen Stellungnahme des SoVD hervor. Demnach führen die geplanten Leistungsverbesserungen zu steigenden Zusatzbeiträgen. Diese müssen dann von den Versicherten alleine getragen werden, da die Beitragsätze nicht mehr paritätisch finanziert werden.

Pflichtversicherungsdebatte beendet

Die Justizministerkonferenz hat sich gegen die Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden ausgesprochen.

Das berichtet der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft. Statt Versicherungszwang wollen die Minister das Versichern auf freiwilliger Basis voranbringen: So soll es staatliche Hilfen für Flutopfer nur dann geben, wenn sie sich zuvor hinreichend selbst um Versicherungsschutz bemüht haben. Um die Bevölkerung stärker über Naturgefahren, wie Hochwasser und Starkregen, zu sensibilisieren, empfehlen die Politiker eine bundesweite Informationskampagne. Außerdem sollen sich Bürger in einem nationalen Portal über ihr individuelles Gefahrenpotential, Präventionsmaßnahmen und Versicherungsmöglichkeiten informieren können.

Schutz gegen finanzielle Folgen von Cyberkriminalität

Datenklau durch Cyberattacken kann für Unternehmen und Privatleute große wirtschaftliche Folgen haben.

Sogenannte Cyberversicherungen übernehmen nach einem Hackerangriff die Kosten, die durch Datenverlust und beschädigte Hard- oder Software entstehen. Auch Kosten eines Betriebsausfalls können mit einer solchen Versicherung abgedeckt werden.

Schwammbefall: Versicherungsschutz durch Gebäudeversicherung

Ein durch Schwamm befallenes Gebäude fällt unter den Schutz der Gebäudeversicherung.

Das gilt auch für außerhalb der Vertragslaufzeit festegestellen Befall. Entsprechend urteilte das OLG Schleswig. Im verhandelten Fall ging es um ein Mietobjekt, für das eine gleitende Neuwertversicherung gegen Schäden durch Schwamm und Hausbockkäfer bestand. Einen Monat vor Vertragsablauf entdeckte der Hausbesitzer einen erheblichen Schwammbefall an dem Gebäude und meldete dies der Versicherung. Der Versicherer wollte dann nur für die Sanierung der festgestellten Schadstellen einstehen, nicht aber für evtl. weiteren Befall. Geht nicht, urteilten die Richter: Eine Beschränkung auf nur diejenigen Schäden, die bis zum Ende der Vertragslaufzeit positiv festgestellt und der Versicherung konkret angezeigt wurden, lässt sich den Versicherungsbedingungen nicht entnehmen. In den Vertragsbedingungen heißt es, dass der Versicherungsfall beginnt, sobald der Versicherungsnehmer von dem Befall Kenntnis erlangt.