Arbeitsunfähigkeit „bis auf weiteres“

Eine Arbeitsunfähigkeit „bis auf weiteres“ beschränkt die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht.

Entsprechend urteilte das LSG Rheinland-Pfalz. Daher kann die zuständige Krankenkasse verpflichtet sein, auch über den Wiedervorstellungstermin hinaus Krankengeld zu zahlen. Im verhandelten Fall ging es um eine Frau mit Wirbelsäulen- und Schulterbeschwerden. Der Arzt hatte eine Arbeitsunfähigkeit „bis auf weiteres“ bescheinigt und einen Wiedervorstellungstermin genannt. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) sah eine Arbeitsunfähigkeit nur bis zu einem früheren Termin belegt, die Krankenkasse stellte daher die Krankengeldzahlung ein. Zu Unrecht: Aus der bloßen Angabe eines Wiedervorstellungstermins könne gerade nicht auf eine Begrenzung der Krankschreibung geschlossen werden.

Kfz-Versicherung für das Cabrio

Cabriobesitzer sollten ihr Gefährt richtig versichern.

Darauf weist der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Beim Abschluss einer Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung gilt: Versichert ist nur, was fest im oder am Cabrio angebaut ist. Auch Zubehör, das ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeuges dient, ist versichert. Das mobile Navi oder ein Handy werden nicht ersetzt – der Kindersitz hingegen schon. Was genau und bis zu welchem Wert versichert ist, steht im jeweiligen Versicherungsvertrag.

Wer mit dem Cabrio unterwegs ist, sollte immer das Verdeck schließen, wenn das Cabrio unbeaufsichtigt abgestellt wird. Anderenfalls riskiert man einen Abzug bei der Entschädigungsleistung, wenn zum Beispiel das Radio oder gar das ganze Cabrio gestohlen werden.

Wird das Dach aufgeschlitzt und ein versicherter Gegenstand aus dem Cabrio gestohlen, handelt es sich um einen Einbruchdiebstahl. Die Schäden übernimmt die Teilkaskoversicherung. Wird das Dach jedoch mutwillig aufgeschlitzt, um es einfach kaputt zu machen, spricht man von einem Vandalismusschaden. Dieser ist über die Vollkaskoversicherung abgedeckt.

Arbeitsunfälle: Hände am häufigsten verletzt

Die Hände waren 2014 das bei einem Arbeitsunfall am häufigsten verletzte Körperteil.

Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hervor. Über 22.000 Mal wurden im vergangenen Jahr die Hände von Beschäftigten in den Mitgliedsbetrieben der BG ETEM durch Werkzeuge, laufende Maschinen oder andere Ursachen verletzt. Das sind fast 40 Prozent aller rund 57.000 meldepflichtigen Arbeitsunfälle. In acht von zehn Fällen waren Männer betroffen. Der Löwenanteil der Unfälle geschieht mit knapp 30 Prozent beim Umgang mit manuellen Werkzeugen wie Hämmern oder Schraubendrehern.

Vorsicht beim Grillanzünden

Spiritus und Benzin sind keine geeigneten Brandbeschleuniger.

Die Freude auf die kulinarische Geselligkeit endet allzu oft in einem Desaster. Jährlich werden in Deutschland mehr als 4.000 Grillunfälle registriert, bei jedem zehnten Unfall tragen die Beteiligten schwerste Verbrennungen mit langwierigen Folgen davon. Die Ursache ist schnell gefunden, denn fast immer sind ungeeignete Brandbeschleuniger verantwortlich. „Leider hantieren noch immer viele Grillfreunde mit Spiritus oder gar Benzin. Hohe Stichflammen und Verpuffungen sind dann die Risiken“, sagt Agatha Swierczynski, Produktmanagerin bei TÜV Rheinland.

Dabei gibt es hier Abhilfe. Spezielle Anzündhilfen für den Grill, die der DIN EN 1860-3 entsprechen, reduzieren das Unfallrisiko deutlich. Verbraucher können somit auf einen Blick erkennen, ob ein Produkt den definierten Normanforderungen entspricht und geprüft wurde. Zur Norm gehört auch, dass die Anzündhilfen innerhalb von maximal 25 Minuten Holzkohle oder Grillbriketts so entzünden, dass sie mit einer dünnen Ascheschicht bedeckt und keine offenen Flammen zu sehen sind. „Außerdem ist in diesem Zeitraum eine rückstandsfreie Verbrennung vorgeschrieben. Das ist extrem wichtig, denn schließlich soll das Grillgut ja nach Fleisch, Fisch oder Gemüse schmecken und nicht nach der verwendeten Anzündhilfe“, so Swierczynski. Auch in diesem Punkt besitzen zertifizierte Produkte einen Vorteil.

Personallücke in der Versorgung Pflegebedürftiger

Mindestens 350 000 Kräfte fehlen bis 2030.

In den verschiedenen Wohn- und Versorgungsformen für pflegebedürftige Menschen (von der vollstationären Pflege über Tagespflege, ambulante Pflege, bis hin zu Pflege-Wohngemeinschaften und der Hospizarbeit) werden bis 2030 mindestens 350 000 zusätzliche Kräfte benötigt, darunter rund 130 000 Pflegefachkräfte. Umgerechnet entsprechen diese Zahlen rund 250000 bzw. 100000 Vollzeitstellen. Am Arbeitsmarkt stehen aber bereits heute kaum noch Fachkräfte des „Kernberufs“ Pflege zur Verfügung.

Umfassende Anstrengungen sind nötig – vor allem auch verstärkt in der Ausbildung und beruflichen Qualifizierung – um die bedrohliche Lücke zu schließen, zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik, die jetzt im Pflege-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) veröffentlicht wurden.