BdV mit neuer Broschüre zur Privaten Krankenversicherung

„Privat“ muss nicht immer besser sein.

Darüber und wo weitere Fallstricke lauern, informiert der Bund der Versicherten e. V. (BdV) in der neu aufgelegten Borschüre „Gut versichert … in der privaten Krankenversicherung?“.

In der Broschüre werden zunächst die grundlegenden Fragen beantwortet: Wie funktioniert das System der Privaten Krankenversicherung? Wer kann sich dort überhaupt versichern und was ist beim Abschluss der PKV wichtig? All diese Fragen werden in der Broschüre beantwortet. Außerdem findet der Verbraucher aktuelle Informationen und hilfreiche Tipps zum passenden Krankenversicherungsschutz.

Jenseits ideologischer Debatten gibt der Ratgeber den Verbrauchern die Informationen, um die beiden Systeme nüchtern gegnüber stellen zu können. „Der BdV kümmert sich auch um die Verbraucher, die bereits eine private Krankenversicherung haben“, darauf weist Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV, hin. Der Ratgeber kann hier kostenlos heruntergeladen werden: https://www.bundderversicherten.de/downloads/broschueren/5_B_PKV_GKV.pdf.

Kaum Änderungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung

Für die überwiegende Mehrheit der Autofahrer bleiben die Typklassen ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung auch im kommenden Jahr erhalten.

Nach der neuen Typklassenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ändert sich für 70 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge nichts.

Rund 14 Prozent erhalten niedrigere Einstufungen, für etwa 16 Prozent erhöht sich die Klasse. Die meisten Fahrzeuge mit neuer Typklasse werden lediglich um eine Klasse umgestuft.

Keine Kostenübernahme für Führerschein und behinderungsgerechten Pkw-Umbau

Eingliederungshilfen für behinderte Menschen stehen unter dem Vorbehalt, dass die Aufbringung der Mittel aus dem Einkommen und Vermögen nicht zuzumuten ist.

Entsprechend urteilte das Sozialgericht Karlsruhe. Im verhandelten Fall wollte eine behinderte Frau einen Führerschein und einen behindertengerechten Pkw-Umbau vom Sozialhilfeträger bezahlt bekommen. „Geht nicht“, so die Richter: Der Ehemann verfügt noch über einzusetzendes Vermögen.

Keine Mehrarbeitsvergütung für Feuerwehrmann

Wer sein Einverständnis für Mehrabeit abgibt, kann nicht auf Extra-Zahlungen hoffen.

So urteilte das Verwaltungsgericht Düsseldorf im Fall eines Feuerwehrbeamten. Der wollte 8.500 Euro für Mehrarbeit einklagen, da er seine wöchentliche Arbeitszeit von 54 Stunden in 24-Stunden-Schichten verrichtete. Grundlage ist eine Arbeitszeitverordnung auf Grundlage einer Richtlinie der Europäischen Union. Je 24-Stunden-Schicht wird eine Zulage von 20 Euro gezahlt. Der Feuerwehrmann hätte seine Einverständniserklärung zum Dienst im Rahmen einer 54-Stunden-Woche zum Jahresende widerrufen müssen. So die Richter.

Kinder sollten Fahrradhelm tragen

Eltern sollten Fahrradsitz oder Fahrradanhänger auf Sicherheit überprüfen.

Dazu rät der TÜV Rheinland. „Fahrradsitze lassen sich schnell montieren und wiegen nicht viel, so dass man sie zum Beispiel auch mit in den Urlaub nehmen kann“, sagt Frank Holdinghausen von TÜV Rheinland. Fahrradanhänger sind schwerer und sperriger und deshalb nicht so leicht zu transportieren. „Beim Fahrradanhänger ist das Kind von einem Rahmen umgeben und deshalb bei einem Unfall besser geschützt“, sagt der Experte. Das bedeute aber keineswegs, dass Fahrradsitze gefährlich seien, da viele Hersteller ihre Produkte nach der Norm DIN EN 14344 auf ihre Sicherheit prüfen lassen. In beiden Fällen empfiehlt Frank Holdinghausen, dass die Kinder zusätzlich einen Helm tragen sollten – auch wenn für beide Produkte keine Helmpflicht existiert.

Beim Kauf eines Fahrradanhängers oder Fahrradsitzes sollten Eltern auf das GS-Zeichen achten. Es steht für geprüfte Sicherheit und bescheinigt einem Anhänger oder Sitz, dass die gesetzlichen mechanischen und chemischen Anforderungen überprüft worden sind.

Mehrheit der Ärzte in Praxen mindestens 50 Jahre alt

Ende 2013 waren 65 % der in Praxen tätigen Ärztinnen und Ärzte mindestens 50 Jahre alt.

Gut ein Viertel war bereits 60 Jahre und älter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war die Altersgruppe der mindestens 50-jährigen auch bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit 69 % sowie bei Zahnärztinnen und Zahnärzten einschließlich Kieferorthopädinnen und -orthopäden in den jeweiligen Praxen mit 50 % überdurchschnittlich stark vertreten. Im Vergleich hierzu hatten 2013 von den insgesamt 5,1 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen 36 % ein Alter von mindestens 50 Jahren.

Nutzer sozialer Netzwerke veröffentlichen nicht alles

Mehrheit verzichtet bewusst auf die Veröffentlichung von persönlichen Informationen oder Meinungen.

Der Schutz ihrer Privatsphäre ist für die meisten Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing oder Twitter ein zentrales Thema. Insgesamt verzichten 85 Prozent der Nutzer aus Datenschutzgründen bewusst auf die Veröffentlichung bestimmter persönlicher Informationen. 63 Prozent verzichten auf Angaben zu ihrer sexuellen Orientierung, 45 Prozent auf Fotos, auf denen sie selbst zu sehen sind, und 43 Prozent sind in den Netzwerken nicht unter ihrem richtigen Namen unterwegs. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.013 Internetnutzern ab 14 Jahren hervor, darunter 703 aktive Nutzer sozialer Netzwerke. „Die meisten Nutzer sozialer Netzwerke gehen sehr bewusst mit persönlichen Informationen und Meinungen um“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin Vertrauen und Sicherheit. „Je nach Situation und Inhalt entscheiden sie, welche Inhalte sie mit anderen Mitgliedern des Netzwerks teilen.“ Dazu gehören auch Meinungsäußerungen zu sensiblen Themen.

Vermögen in Deutschland sind geschrumpft

Nach Abzug der Inflation haben die Privathaushalte in Deutschland zwischen 2003 und 2013 spürbar an Vermögen eingebüßt.

Vor allem sinkende Immobilienwerte in vielen Regionen haben dazu beigetragen, auch die Niedrigzinsphase spielt eine Rolle. Beim Vermögensaufbau sind Erbschaften und vor allem Schenkungen wichtige Faktoren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die die Hans-Böckler-Stiftung gefördert hat.

Die Sparquote der Privathaushalte lag in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast durchgehend über neun Prozent. In der Vermögensbilanz scheint sich diese hohe Neigung, Geld zurückzulegen allerdings nur begrenzt widerzuspiegeln. Denn die privaten Nettovermögen sind seit 2003 real, also inflationsbereinigt, geschrumpft.

Vorzeitige Verrentung zulässig

Für Hartz-4 Empfänger ist eine vorzeitige Verrentung zulässig.

Entsprechend urteilte das Bundessozialgericht. Demnach kann die Arbeitsagentur Menschen mit Vollendung des 63. Lebensjahres vorzeitige in Altersrente schicken. Auch wenn der Rentenanspruch für jeden Kalendermonat einer vorzeitigen Inanspruchnahme um 0,3 % zu kürzen ist.

Altersarmuts-Atlas erschienen

Jeder sechste Rentner ist schon heute von Altersarmut betroffen.

Altersarmut ist schon heute ein zentrales Problem in Deutschland. Wie viele Rentner gegenwärtig von Altersarmut betroffen sind, zeigt Deutschlands erster Altersarmuts-Atlas der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. Erstmals wurden verschiedene relevante Faktoren in einem eigenständigen Altersarmuts-Index abgebildet. Dabei treten regionale Unterschiede hervor: Die meisten Menschen sind in Bremen (21,9 Prozent), Brandenburg (19,7 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland (je 18,7 Prozent) von Altersarmut betroffen. Die geringsten Quoten weisen Bayern (14,3 Prozent), Sachsen (14,6 Prozent), Hamburg und Schleswig-Holstein (je 14,7 Prozent) auf. Bundesweit ist jeder sechste Rentner betroffen (16,7 Prozent).