Wohngebäudeversicherer zahlen 1,2 Milliarden Euro für Unwetterschäden

Naturgewalten haben im vergangenen Jahr rund 850.000 Schäden an Wohngebäuden und Hausrat verursacht.

Die Schäden summierten sich dabei auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Das teilt der Gesamtverband derVersicherungswirtschaft (GDV) mit.

„Die Naturgefahrenbilanz 2014 hat glücklicherweise nicht die Dimension des Katastrophenjahres 2013 angenommen, in dem wir insgesamt 3,2 Milliarden Euro geleistet haben“, sagte Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bei der Vorstellung des Naturgefahrenreports mit. „Dennoch richteten allein zwei Ereignisse Schäden von 800 Millionen Euro an.“ Insgesamt regulierten die Wohngebäude- und Hausratversicherer für ihre Kunden im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 5,7 Milliarden Euro.

Reifen jetzt wechseln

Der ADAC hat die wichtigsten Tipps für Autofahrer zusammengestellt.

Trotz milder Temperaturen rät der ADAC Autofahrern, jetzt die Reifen zu wechseln, um bei jedem Wetter sicher auf den Straßen unterwegs zu sein. Wer früh von Sommer- auf Winterbereifung umstellt, spart sich zudem bei einem plötzlichen Wintereinbruch lange Wartezeiten in den Werkstätten. Als Richtschnur gilt: Von Oktober bis Ostern sollten Autos mit Winterreifen ausgestattet sein.

Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen wie etwa Schnee, Schneematsch oder Eisglätte ohne Winterreifen unterwegs ist, muss in Deutschland mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei Behinderung im Straßenverkehr drohen 80 Euro und ein Punkt. Bei einem Unfall aufgrund falscher Bereifung kann dies bei grober Fahrlässigkeit zu einer erheblichen Leistungskürzung durch die Kaskoversicherung führen. Außerdem droht dem Autofahrer, der mit Sommerreifen unterwegs ist, bei der Regulierung eines Schadens mit der Haftpflichtversicherung der Gegenseite eine Mithaftung. Wer mit dem Auto ins Ausland reist, sollte sich vorab über die Winterreifenpflicht in dem jeweiligen Land informieren, da diese in Europa nicht einheitlich geregelt ist.

Sturzfrei durch den Herbst

Gartenwege gut ausleuchten.

Gartenwege sind im Herbst die reinsten Rutschbahnen, dafür sorgen herunterfallendes Herbstlaub, Nüsse, Eicheln, Kastanien und feuchtes Moos. Die Sturzgefahr steigt und damit das Risiko, sich schmerzhafte Verletzungen zuzuziehen. Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg, rät Hausbesitzern, die Gartenwege oft zu fegen und dafür zu sorgen, dass sie gut beleuchtet sind. Die Lampen sollten mindestens den Weg zwischen Haustür und Garagentor, die Haustür selbst und Treppen erhellen. Zusätzlich macht Licht auch Terrassen und Kellerabgänge sicherer -selbst bei nur wenigen Stufen. Leuchten an Treppen sollten zur besseren Orientierung immer mindestens die oberste und die unterste Stufe markieren.

Verwaltungsdaten im Internet verfügbar

Verwaltungsdaten sollen in Deutschland offen bereitgestellt werden.

Das Prinzip „Open Data als Standard“ wird schrittweise umgesetzt, wie die Bundesregierung mitteilt. In einem Aktionsplan seien konkrete Verpflichtungen benannt, die bis Ende 2015 zu erfüllen sind. Auf dem Internetportal govdata.de sind die bereitgestellten Daten aus Bund, Ländern und Kommunen zentral verfügbar. Die Zugriffszahlen auf das Internetportal sind seit Beginn dieses Jahres zunächst gestiegen und dann wieder gefallen. Den Angaben zufolge wurden im Januar 2015 rund 1,9 Millionen Zugriffe registriert, im März rund 2,5 Millionen und im August rund 2,07 Millionen.

Bundesrat will Pflegereform ändern

Der Bundesrat begrüßt das zweite Pflegestärkungsgesetz, verlangt aber eine Anpassung an das Sozialhilfegesetz.

Mit der Neuausrichtung des Leistungsrechts in der Pflegeversicherung sei „die Notwendigkeit zur Anpassung der sozialhilferechtlichen Regelungen“ (SGB XII) verbunden. Hier gehe es insbesondere um die Schnittstellen zur Hilfe zur Pflege und zur Eingliederungshilfe, heißt es in der Stellungnahme der Länderkammer zum Gesetzentwurf.

Es wäre dringend geboten gewesen, bereits im Gesetzgebungsverfahren zum Pflegeversicherungsrecht auch die Übertragung auf das Sozialhilferecht umzusetzen.

Unsicherheit bei Patientenverfügung

Ärzte sind zur Umsetzung des Dokuments gesetzlich verpflichtet.

Seit 2009 ist gesetzlich geregelt, dass Ärzte eine Patientenverfügung umsetzen müssen. Doch tun sie das? Nicht jeder ist davon überzeugt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“. Drei von Zehn der Interviewten, die keine Patientenverfügung haben, begründen dies mit der Befürchtung, Mediziner würden sich „sowieso nicht daran halten“. Experten wie Professor Georg Marckmann, Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Universität München, glauben, dass die gesetzliche Verpflichtung zur Befolgung der Patientenverfügung Wirkung zeigt. „Ich habe schon den Eindruck, dass Ärzte die Verfügung seit Inkrafttreten des Gesetzes eher umsetzen“, sagt Marckmann in der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“. Laut dem Gesundheitsmagazin können auch die Bürger selbst einiges tun, damit die Verfügung angewendet wird. Sie sollten beispielsweise dafür sorgen, dass sie an einem eindeutigen Ort leicht auffindbar ist. Sinnvoll sei auch ein Dokument im Geldbeutel, auf dem vermerkt ist, dass eine Patientenverfügung vorliegt, und wer informiert werden soll.

Schmierfilm durch „Bauernglatteis“

Ein gefährlicher Schmierfilm aus Laub und Lehm fordert in den kommenden Herbstwochen die Auto- und Motorradfahrer auf Landstraßen heraus.

Darauf weist der ADAC hin. Erhöhte Rutschgefahr besteht laut Automobilclub vor allem auf Straßenabschnitten im Schatten oder im Wald, weil dort der Asphalt auch tagsüber länger nass bleibt und sich zusammen mit feuchten Herbstblättern ein tückischer Schmierfilm bilden kann.

Besonderes Augenmerk sollten Verkehrsteilnehmer auch auf langsame und überbreite Erntemaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge werfen. Zum einen, weil Aufbauten wie Pflug und Maishäcksler oft nicht ausreichend gekennzeichnet sind und teilweise weit in die Fahrspur des Gegenverkehrs hineinragen. Zum anderen, weil sogenanntes „Bauernglatteis“ entstehen kann. Dieses bildet sich, wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge nach dem Einsatz auf dem Acker die Straße verschmutzen. Feuchte Lehm- und Erdklumpen können die Fahrbahn schnell in eine Rutschbahn verwandeln. Verlorenes Erntegut stellt ein zusätzliches Risiko dar.

Der ADAC appelliert an die Landwirte, die Straßen nach getaner Arbeit zu säubern. Außerdem sollten sie alle gesetzlich vorgeschrieben Beleuchtungseinrichtungen ihrer Fahrzeuge regelmäßig überprüfen und reinigen. Grundsätzlich rät der Club, entlang von Feldern und dort, wo landwirtschaftliche Wege einmünden, besonders vorausschauend und aufmerksam zu fahren sowie das Tempo zu verringern. Empfehlenswert ist auch ein größerer Sicherheitsabstand.

Wildwechsel-Schilder beachten

Tiere treten oft in Rudeln auf.

Nebel, Nässe und Wildwechsel gefährden im Herbst den Verkehr. Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf deutschen Straßen mehr als 2.400 Wildunfälle mit Personenschäden. Wer bei eingeschränkter Sicht und in waldreichen Gebieten den Fuß vom Gas nimmt, verringert das Risiko eines Unfalls mit Tieren. Besonders nach Wildwechsel-Schildern gilt: langsam fahren und die Fahrbahnränder aufmerksam beobachten.

„Befinden sich Tiere bereits am Straßenrand oder auf der Fahrbahn, heißt es vorsichtig bremsen, abblenden und hupen. Außerdem sollten Autofahrer stets mit mehreren Tieren aus einem Rudel sowie mit Nachzüglern rechnen“, erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Bei einem Unfall beträgt das Aufprallgewicht eines Körpers bereits ein Vielfaches des Eigengewichts. Beispiel: Schon bei 60 km/h entwickelt ein Rehbock mit etwa 17 Kilogramm ein Aufprallgewicht von rund 800 Kilogramm. Das entspricht in etwa dem Gewicht einer ausgewachsenen Kuh. Trotzdem gilt: Auf keinen Fall versuchen, dem Wild auszuweichen, wenn das Risiko besteht, den Gegenverkehr zu gefährden, im Straßengraben zu landen oder gegen einen Baum zu prallen.

Autofahrer müssen einen Wildunfall nach dem Sichern der Gefahrenstelle sofort der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle melden. Nur mit einer schriftlichen Bestätigung der zuständigen Behörde leisten die Versicherungen Schadensersatz. Auch ein Foto der Unfallstelle hilft, Ansprüche zu untermauern. Wurde bei einer Kollision ein Tier verletzt oder getötet, dieses möglichst nicht anfassen. „Wer dennoch einen Marder oder Fuchs berührt, sollte unbedingt Schutzhandschuhe tragen. Nur so ist gewährleistet, dass sich Tollwut oder Fuchsbandwurm nicht übertragen“, betont TÜV Rheinland-Fachmann Sander.