Arbeitsunfall auf langem Fußweg

Auf dem Weg zur Arbeit ist das Fortbewegungsmittel frei wählbar.

Entsprechend urteilte das Sozialgericht Heilbronn. Im verhandelten Fall ging es um einen Fußgänger, der nicht zur nahegelegenen Bushaltestelle, sondern zu einer weiter entfernten lief, um dann den Bus zur Arbeit zu nehmen. Auf dem Weg wurde er angefahren und die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab. Geht nicht, meinten die Richter. Weil die Gesamtwegstrecke in beiden Varianten ungefähr gleich war und der Mann sein Fortbewegungsmittel frei aussuchen könne, muss die Berufsgenossenschaft zahlen. Außerdem sei der längere Fußweg auch gesünder.