Arbeitsunfall mit zwei Promille

Wer betrunken auf einer Versammlung stürzt, kann mit Zahlungen der Berufsgenossenschaft rechnen.

Entsprechend urteilte das Sozialgericht Heilbronn. Im vorliegenden Fall ging es um den Betriebsart eines internationalen Konzerns. Der war während einer dreitägigen Betriebsräteversammlung mit knapp zwei Promille Alkohol im Treppenhaus des Tagungshotels gestürzt. Seine Klage auf Zahlung durch die Berufsgenossenschaft hatte Erfolg: Er habe beim geselligen Beisammensein auch Dienstliches besprochen, der Arbeitsunfall habe sich auf dem Rückweg zum Hotelzimmer ereignet. Dieser „Arbeitsweg“ sei hier unfallversichert. Bei beruflichen Tagungen sei regelmäßig eine klare Trennung zwischen privaten und betrieblichen Belangen nicht möglich. Übrigens gebe es bei Fußgängern keine feste Promillegrenze.