Copyright, 3D-Drucker und der Versicherungsschutz

Die größten Chancen hat die neue 3D-Technik in den nächsten Jahren bei der industriellen Fertigung von Hightech-Teilen.

Tony Buckle, Experte der Schweizer Rück, verweist auf die Herausforderungen vor die die neue Technik die Versicherungsbranche stellt. Falls ein Ersatzteil bricht, die Maschine und vielleicht sogar ein Bauarbeiter Schaden nehmen, fällt das normalerweise in den Bereich der Herstellerhaftung. Aber würde diese Garantie auch gelten, wenn der Hersteller das Ersatzteil nicht selbst hergestellt, sondern nur die digitale 3D-Vorlage geliefert hat? Man müsste wohl erst einmal klären, wer den Schaden verschuldet hat. „Sicher ist nur, dass es in so einem Fall zu langen Diskussionen käme“, sagt Buckle.

Sollte in Zukunft wirklich jeder einen 3D-Drucker zu Hause stehen haben, müssten Hersteller mit Haftungsausschlussklauseln sicherstellen, dass sie bei unsachgemäßem Gebrauch nicht verantwortlich gemacht werden.

Künftig müssen Versicherungslösungen her, die ähnlich schon für andere Technologien auf dem Markt sind. So gibt es zum Beispiel Policen für IT-Firmen, die Computersysteme für Unternehmen aufsetzen. Bricht ein solches System zusammen, muss nicht nur das Gerät repariert werden, sondern das Unternehmen muss auch für den Umsatzausfall entschädigt werden. Eine 3D-Druck-Versicherung könnte ähnliche Leistungen abdecken.