Kein Recht auf Hitzefrei oder Klimaanlage

Im Arbeitsleben gibt es kein Recht auf Hitzefrei oder auf eine Klimaanlage.

Darauf weist der Unternehmerverband hin. „Arbeitgeber und Beschäftigte müssen im gegenseitigen Einvernehmen durch geeignete Maßnahmen die Situation meistern“, erläutert der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz.

„Nicht alles, was mit gesundem Menschenverstand geregelt werden kann, braucht ein Gesetz“, so Schmitz, Rechtsanwalt und Fachmann für Arbeitsrecht. So solle etwa schwere körperliche Arbeit unter freiem Himmel in den heißen Stunden gemieden werden. Hierzu können in vielen Betrieben Arbeitszeitverlagerungen genutzt werden, etwa durch Gleitzeitregelungen. Aber auch zusätzliche Pausen können an Hitzetagen für Abkühlung sorgen. „Es versteht sich für die Unternehmen von selbst, dass man bei großer Hitze Personengruppen wie werdende oder stillende Mütter sowie ältere und gesundheitlich gefährdete Arbeitnehmer schont“, führt Schmitz aus.

Die Arbeitsstättenverordnung zeigt auf, ab wann in Büroräumen bei Hitze reagiert werden sollte. Ab 30 Grad in einem Büroraum müssen wirksame Maßnahmen zur Abkühlung ergriffen werden. Ab 35 Grad Raumtemperatur ist ein Büro laut Arbeitsstättenverordnung ohne geeignete Maßnahmen nicht mehr geeignet. „Es gibt zwar kein Recht auf Hitzefrei, aber natürlich viele Wege, etwa durch flexible Arbeitszeiten, der Hitze auszuweichen“, so Schmitz abschließend.

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