Konsumklima stabilisiert sich weiter

Die Stimmung der Verbraucher bestätigt sich auch im Mai.

Es ist – wie in den Vormonaten – kein eindeutiger Trend zu erkennen. Das teilt die Gesellschaft für Konsumforschung, GFK, mit. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator Konsumklima 8,5 Punkte nach ebenfalls 8,5 Punkten im Mai. Während die Konjunkturerwartung spürbar sowie die Anschaffungsneigung minimal zulegen, büßt die Einkommenserwartung einen Großteil ihrer Gewinne aus dem Vormonat wieder ein.

Die erfreuliche Nachricht in diesem Monat ist sicherlich, dass die Konjunkturaussichten nach Einschätzung der Verbraucher im Mai trotz der Ukraine-Krise wieder Fahrt aufnehmen. Davon profitiert auch die Anschaffungsneigung, wenn auch nur in sehr begrenztem Umfang, und legt minimal zu. Dagegen kann die Einkommenserwartung ihren im Vormonat errungenen Höchstwert seit der Wiedervereinigung nicht behaupten und muss einen wesentlichen Teil der Zuwächse aus dem April wieder abgeben.

Nachdem die Konjunkturerwartungen in den vergangenen drei Monaten stagnierten, nehmen sie im Mai dieses Jahres wieder Fahrt auf. Der Indikator legt mit einem Plus von 6,4 Punkten spürbar zu und klettert auf 38,5 Zähler. Ein besserer Wert wurde zuletzt im Juli 2011 mit damals 44,6 Punkten gemessen. Und auch der Trend der Konjunkturstimmung zeigt wieder leicht nach oben.

Der stabile Arbeitsmarkt lässt mehr Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Inzwischen kann man fest davon ausgehen, dass in diesem Jahr die tariflichen Einkommen um etwa drei Prozent steigen werden. Auch die Inflation wird in den kommenden Monaten sehr moderat bleiben, so dass real ein spürbares Plus in den Portemonnaies zu verzeichnen sein wird.

Nach den Verlusten im Vormonat legt die Anschaffungsneigung im Mai wieder etwas zu. Mit einem Plus von 0,9 Punkten fällt der Zuwachs allerdings sehr moderat aus. Aktuell weist der Indikator 49,5 Zähler auf und liegt damit knapp 12 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.