Krankenkassen drücken Kosten

Gesetzliche Krankenkassen nutzen offenbar ein Schlupfloch im Gesetz, um die Kosten bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Prothesen zum Nachteil von Versicherten zu drücken.

Das haben Recherchen des NDR Politikmagazins „Panorama 3“ ergeben. Im Zweifel sind Krankenkassen angehalten, durch den unabhängigen Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) prüfen zu lassen, ob ein Hilfsmittel erforderlich ist. So sieht es das Sozialgesetzbuch vor. Doch viele Krankenkassen betrachten dies offenbar nicht als verbindlich und nutzen die Dienste privater Gutachter. Diese so genannten externen Hilfsmittelberater erstellen „Empfehlungen“, also ebenso Gutachten, ob die verschriebenen Hilfsmittel benötigt werden. Oft empfehlen sie dann allerdings ein günstigeres Hilfsmittel als das medizinisch indizierte. Das berichten mehrere Betroffene bei „Panorama 3“, die zum Teil monatelang um ihre Hilfsmittel kämpfen mussten.