Lebensretter im Auto

Autos sollen nach dem Willen der EU-Kommission zukünftig bei einem Unfall selbstständig einen Notruf absenden können.

Die Technik, die das ermöglichen soll, heißt eCall und soll nach derzeitigem Stand ab Oktober 2015 verpflichtend in Neuwagen eingebaut werden. Das teilt der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft mit.

Die Abkürzung „eCall” steht für „emergency call”, ein elektronisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge. eCall ist ein Projekt im Rahmen der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission. Mithilfe von Sensoren erkennt das Auto einen schweren Unfall und löst automatisch und unverzüglich einen Notruf aus. Dazu greift das Fahrzeug auf eingebaute Ortungs- und Telekommunikationstechnik zurück. Das Auto sendet den Unfallort an die zuständige Rettungsleitstelle und baut gleichzeitig eine Sprechverbindung auf. Bei leichteren Unfällen bzw. in jeder Notsituation können die Fahrzeuginsassen den eCall auch manuell auslösen.

Ziel von eCall ist es, Verletzte schneller am Unfallort versorgen zu können. Dadurch sollen die Folgen eines Unfalls abgemildert werden oder, bei schweren Unfällen, sogar Leben gerettet werden. Durch eCall ist die Rettungsleitstelle in der Lage, den Zeitraum zwischen dem Unfall und dem Eintreffen der Rettungskräfte auf ein Minimum zu reduzieren.