Neue Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht

Die Neuregelung des Optionsverfahrens im Staatsangehörigkeitsrecht verstößt nach Auffassung der Bundesregierung nicht gegen das Recht der Europäischen Union.

Insbesondere verstoße sie nicht gegen das Recht auf Freizügigkeit, so die Regierung. Nach der Neuregelung können in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern dauerhaft zwei Staatsangehörigkeiten haben, wenn sie sich bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres acht Jahre in Deutschland aufgehalten oder hier sechs Jahre eine Schule besucht haben oder über einen in der Bundesrepublik erworbenen Schulabschluss beziehungsweise eine hier abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Nach der bisherigen Optionspflicht mussten sich in Deutschland geborene Kinder von Ausländern bis zum 23. Lebensjahr zwischen der deutschen Staatsangehörigkeit und der ihrer Eltern entscheiden.