Regulierungsverhalten der Versicherer

Anwälte der Fachgebiete Verkehrs- und Versicherungsrecht wurden zur ihren Erfahrungen mit dem Regulierungsverhalten von Versicherern befragt.

Auf Fakten im Sinne von konkret ausgewerteten Fällen oder Statistiken, wie sie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft, GDV, im vergangenen Jahr vorgelegt hatte, basiert die Untersuchung jedoch nicht. Zu den Einschätzungen der Anwaltschaft zum Regulierungsverhalten bezieht Norbert Rollinger, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung, Stellung.

Norbert Rollinger: „Bei Anwälten landen ja nur die Fälle, in denen ein Kunde oder Geschädigter unzufrieden war mit seinem Versicherer. Angesichts von rund 23 Millionen Schadenfällen in der Schaden- und Unfallversicherung im Jahr bleibt aber doch die ganz große Masse der problemlos regulierten Fälle bei der Betrachtung der Anwälte außen vor.“

Rollinger zur Rolle des Anwalts bei Konflikten mit Versicherern: „Es überrascht mich nicht, dass eine Umfrage unter Anwälten zu dem Ergebnis kommt, dass es sinnvoll ist, im Schadenfall einen kompetenten Fachanwalt zu Rate zu ziehen. Hier sind wir gar nicht weit auseinander, denn auch wir begrüßen es, wenn sich Kunden bei komplexen Schäden fachanwaltlich vertreten lassen. Das hilft allen Beteiligten.“