Risiko Berufsunfähigkeit

Hohes Risiko mit gravierenden finanziellen Folgen.

Laut Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung muss gut einer von vier Arbeitnehmern bzw. pflichtversicherten Selbstständigen seine Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben, bevor er das Rentenalter erreicht. Die finanziellen Folgen sind häufig gravierend. Darauf weist der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft hin.

Einerseits fällt das Arbeitseinkommen weg, andererseits müssen oft teure Therapien, Hilfsmittel oder Umbauten in Haus und Wohnung bezahlt werden. Wer seinen gewohnten Lebensstandard auch bei einer Erwerbsunfähigkeit beibehalten will, muss zwingend privat vorsorgen – beispielsweise durch eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gleicht häufig nur einen Bruchteil des gewohnten Einkommens aus.

Kann ein Versicherter seinen Beruf nicht mehr ausüben, muss die Versicherung nicht in jedem Fall zahlen. Viele Verträge enthalten eine so genannte Verweisungsklausel: Gibt es nachweislich einen gleichwertigen Beruf, den der Versicherte ausüben könnte, hat er keinen Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente. Die Verweisung ist allerdings ausgeschlossen, wenn der Verdienst deutlich niedriger wäre als im bislang ausgeübten Beruf. Wer ganz sicher gehen will, im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht einen anderen, vergleichbaren Beruf ausüben zu müssen, kann sich auch für eine Police ohne Verweisungsklausel entscheiden: Mittlerweile bieten viele Versicherer entsprechende Produkte an.