Schutz für Hinterbliebene

Rund 15 Millionen Risikolebensversicherungen sehen für den Fall des Todes der versicherten Person vor, dass an die Hinterbliebenen ein festgelegter Geldbetrag ausgezahlt wird.

Interessant ist sie vor allem für Häuslebauer, Familien mit nur einem Hauptverdiener oder für alle, für die der Tod des Hauptverdieners drastische, existentielle Folgen hat.

Zum Jahresende 2012 hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) bei den Einzelversicherungen einen Anstieg um knapp 3 Prozent auf rund 7,4 Millionen Verträge verzeichnet. Hinzu kommen noch 4,5 Millionen Bauspar- und Restschuldversicherungsverträge, mit denen ebenfalls Angehörige geschützt werden. Leicht angestiegen (+1,5 %) ist mit 3,1 Millionen Verträgen auch der Bestand an Risikozusatzversicherungen, bei denen beispielsweise zur Rentenversicherung ein zusätzlicher Todesfallschutz vereinbart wurde.

Bei der Risikolebensversicherung erhält man bereits für einen relativ niedrigen Beitrag eine hohe finanzielle Todesfallabsicherung. Sie eignet sich besonders für junge Familien, Berufseinsteiger mit schmalem Geldbeutel oder zur Risikoabsicherung eines Darlehens.

Die konkrete Versicherungsprämie berechnet sich anhand des Alters, des Gesundheitszustandes, der Höhe der Absicherung sowie der Laufzeit. Diese sollte so gewählt werden, wie es die konkreten familiären Umstände erfordern: Versicherungsschutz sollte zumindest so lange gelten, bis die Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Ab einem gewissen Alter von 50 oder 55 Jahren kann diese Form der Absicherung an Bedeutung verlieren, weil sich die Versorgungslage entspannt hat, und im Todesfall ausreichend Vermögen vorhanden wäre.

Zu Absicherung eines Kredits sollte sich die Vertragslaufzeit der Versicherung an die Laufzeit des Kredits anpassen. Steuerlich sind die Beiträge für eine Risikolebensversicherung als sonstige Vorsorgeaufwendungen grundsätzlich berücksichtigungsfähig. Wird eine Risikoleistung im Todesfall ausgezahlt, so ist die Kapitalzahlung steuerfrei.