Sicherheit und Versicherungen auf der Fanmeile

Veranstalter können sich gegen Risiken absichern.

Die Fußball-WM steht vor der Tür. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft können und müssen sich die Veranstalter von Fanmeilen versichern: So gibt es Veranstaltungsausfall-Versicherungen, die Vermögensschäden durch den Totalausfall oder den Abbruch der Veranstaltung ersetzen. Möglich ist auch eine Versicherung, wenn wegen widriger Witterung die Fanmeile nicht stattfinden kann. Für Besucher wichtig ist vor allem die Veranstalter-Haftpflicht. Diese zahlt, wenn beispielsweise eine Bildwand umstürzt und Besucher verletzt. Nicht zuletzt werden das elektronische und anderes technisches Equipment entsprechend abgesichert.

Das alles dürfte die Besucher weniger bewegen – sie wollen Entertainment vom Feinsten. Auch wenn eine Fanmeile kein Fußballstadion ist – um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten, gelten hier die gleichen Regeln: Feuerwerkskörper, Waffen, Dosen, Glasflaschen haben auf der Meile nichts zu suchen. Auch Betrunkene oder Personen, die unter Drogen stehen, werden nicht eingelassen. Der Ordnungsdienst darf entsprechende Kontrollen durchführen.

Gesetzlich unfallversichert ist man beim Besuch der Fanmeile übrigens nicht. Das gilt für alle Freizeitaktivitäten. Wer eine private Unfallversicherung hat, bekommt den vereinbarten Schadenersatz, wenn beispielsweise ein Sturz zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führt. Achtung: War der Unfall auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen, kann je nach Vertragsbedingungen der Schadenersatz gekürzt oder gänzlich verweigert werden.

Heftiges Jubeln ist manchmal nicht folgenlos: Wird beispielsweise ein Zuschauer durch den Hieb eines Ellenbogens des frenetisch jubelnden Nachbarn versehentlich verletzt, kann der Getroffene vom Verursacher Schadenersatz verlangen. Hat dieser eine Privathaftpflichtversicherung, übernimmt sie die Zahlung.