Sittenwidrig geringer Lohn

Die Vereinbarung eines Stundenlohnes von weniger als zwei Euro ist regelmäßig sittenwidrig und damit rechtsunwirksam.

Zumindest dann, wenn die Vergütung mehr als 50 % hinter der üblichen Vergütung zurückbleibt. Entsprechend urteilte das LAG Berlin-Brandenburg. Es liegt dann ein besonders grobes Missverhältnis zwischen der Leistung des Arbeitnehmers und der Gegenleistung des Arbeitgebers vor, das den Schluss auf eine verwerfliche Gesinnung des Arbeitgebers erlaubt.

Im verhandelten Fall ein Rechtsanwalt zwei Hartz-IV-Empfänger mit Bürohilfstätigkeiten für 100 Euro pro Monat beschäftigt. Das entsprach einem Stundenlohn von weniger als zwei Euro.