So versichern sie exotische Haustiere

Manche mögen es exotisch: Schlangen, Spinnen oder Echsen sind für einige Tierliebhaber die deutlich aufregenderen Mitbewohner als etwa Hunde oder Katzen.

Brechen die Exoten aber aus ihrem Terrarium aus oder verletzen einen anderen Menschen, kann es für den Tierliebhaber teuer werden. Denn auch bei den Exoten gilt: Der Halter haftet für die Schäden, die sein Tier anrichtet. Spezielle Versicherungslösungen können ihm aber das finanzielle Fiasko ersparen. Darüber informiert der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Ein fiktives Beispiel: Eine Schlange bricht aus ihrem Terrarium aus. Sie klettert über den Balkon auf den nächstgelegenen Baum. Anwohner entdecken das Tier und rufen die Polizei und die Feuerwehr. Fachmännisch fangen die Sicherheitskräfte das Tier wieder ein. Der Tierhalter hat von alledem nichts mitbekommen, denn er kommt erst jetzt von der Arbeit nach Hause. Hat er seine Sorgfaltspflicht verletzt und zum Beispiel das Terrarium nicht richtig gesichert, muss er für den Feuerwehreinsatz finanziell geradestehen.

Vergleichbar sieht es aus, wenn etwa eine gehaltene Vogelspinne einen Freund des Tierbesitzers beißt und verletzt. Denn grundsätzlich sind Tierhalter gesetzlich verpflichtet, sowohl für die Schäden bei anderen als auch für Verletzungen anderer, die sein Tier verursacht, Schadenersatz zu leisten – unabhängig von seinem Verschulden. Denn das Gesetz sieht bei Tieren die sogenannte Gefährdungshaftung vor. Tiere können unberechenbar reagieren und damit geht potenziell eine Gefahr von ihnen aus. Für die entstandenen Schäden haftet dann der Halter. Bei kleineren Haustieren wie etwa Kaninchen, Katzen oder Meerschweinchen sind etwaige Schäden in der Regel über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Anders sieht es sowohl bei größeren Tieren wie etwa Hunden als auch bei den Exoten aus: Für diese sollte eine spezielle Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Wer Schlangen, Spinnen oder andere Exoten halten möchte, sollte sich mit seinem Haftpflichtversicherer in Kontakt setzen. Sonst wird er den Einsatz der Feuerwehr, die das entwischte Tier wieder eingefangen hat, aus eigener Tasche bezahlen müssen.