Sommerhitze und Arbeitsalltag

Bei heißem Sommerwetter wird der Berufsalltag leicht zur Qual.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Tipps zur Abkühlung am Arbeitsplatz. „Bei hohen Temperaturen hat der menschliche Körper im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, sich vor Überhitzung zu schützen“, erklärt Dr. Heike Schambortski, Präventionsexpertin der BGW. „Zum einen kann er die Verdunstung über die Haut ankurbeln, zum anderen den Kreislauf und damit die eigene Wärmeproduktion zurückfahren.“ Beide Wege haben allerdings ihre Tücken: Starkes Schwitzen ist unangenehm und entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Schaltet der Körper auf Sparflamme, so lässt die Konzentration nach und Müdigkeit macht sich breit. Das wiederum erhöht das Unfallrisiko.

„Grundsätzlich ist der Arbeitgeber dafür zuständig, dass in seinem Betrieb erträgliche Arbeitsbedingungen herrschen“, so die Expertin der BGW. Von vornherein begrenzen lässt sich die Aufheizung von Arbeitsräumen durch technische Maßnahmen wie den Einsatz von Außenrollos, Sonnenschutzverglasung oder Klimaanlagen. Organisatorisch bietet es sich oft an, bestimmte Arbeiten in die Morgenstunden oder auf kühlere Tage zu verlagern. Dadurch kann auch Freiraum zum Abbau von Überstunden entstehen.