Vereinszeltaufbau nicht gesetzlich unfallversichert

Die Witwe eines Verunglückten erhält keine Entschädigung von der Berufsgenossenschaft.

Beschäftigte sowie Personen, die wie Beschäftigte tätig werden, sind gesetzlich unfallversichert. Dies kann auch für Vereinsmitglieder gelten, wenn diese für den Verein Tätigkeiten verrichten, die üblicherweise in einem Beschäftigungsverhältnis ausgeübt werden. Werden Vereinsmitglieder allerdings im Rahmen ihrer Mitgliedspflichten tätig, sind sie nicht gesetzlich unfallversichert. Entsprechend urteilte das hessische Landessozialgericht.

Im verhandelten Fall ging es um einen Mann aus Nordhessen, der in seiner Funktion im Zeltausschuss beim Aufbau eines Zeltes abstürzte und starb. Entscheidung der Richter: Wird jemand im Rahmen seiner Vereinspflichten tätig, so ist er hierbei nicht gesetzlich unfallversichert. Die Mitgliedspflichten können sich aus der Vereinssatzung oder aufgrund allgemeiner Vereinsübung ergeben und sind nicht notwendig für alle Mitglieder gleich.

In solchen Fällen schützt nur eine private Unfallversicherung.