Vor Insolvenz des Bauunternehmens schützen

Wer ein Haus baut, der hat nach der Abnahme fünf Jahre Gewährleistung. Doch was passiert bei einer Insolvenz des Bauträgers?

Normalerweise trägt während dieser Frist der Unternehmer, der das Haus gebaut hat, alle bei der Abnahme bestehenden Mängel für den Bauherrn kostenlos beseitigen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Im Insolvenzfall muss der private Bauherr die Mangelbeseitigung erst einmal vom Insolvenzverwalter verlangen, erläutert der VPB das korrekte Prozedere. Dieser wird die Forderung aber erfahrungsgemäß ablehnen. Der Schaden kann dann nur noch als Insolvenzforderung geltend gemacht werden. Das heißt, der Bauherr muss sich einreihen in die Liste der Gläubiger, und bleibt erfahrungsgemäß zum Schluss auf dem wirtschaftlichen Schaden sitzen. Der Versuch, den Insolvenzverwalter zu umgehen und sich direkt an den betroffenen Subunternehmer zu wenden, misslingt in der Regel, weil sich der Subunternehmer – dem dadurch wirtschaftliche Schäden drohen – nicht darauf einlässt. Auf der sicheren Seite sind private Bauherren nur, wenn sie eine sogenannte Gewährleistungssicherheit abschließen.