Für den Fall der Fälle sicher vorsorgen!

Das tragische Schicksal von Michael Schumacher hat es gezeigt, ein harmloser Skiunfall führte dazu dass er nicht mehr handlungs- und entscheidungsfähig ist.

In so einem Fall wird ein Anderer über das „Ob“ und „Wie“ bezüglich Ihrer persönlichen Angelegenheiten entscheiden. Leider besteht in Deutschland nicht automatisch die Möglichkeit, dass Sie durch den Ehepartner oder Familienangehörige vertreten werden können. Das Betreuungsgericht bestellt einen kostenpflichtigen, gerichtlichen Betreuer – unabhängig von dessen Eignung. Dieser Betreuer entscheidet dann über medizinische Maßnahmen, den geschäftlichen Bereich und trifft natürlich auch alle Entscheidungen in den Vermögensfragen. Für Ihre Angehörigen besteht dann keinerlei handlungs- und entscheidungbefugnis mehr.

Deshalb ist es unabhängig vom Alter für jeden wichtig für den Fall der Fälle richtig vorzusorgen.

Im folgenden Schaubild haben wir für Sie nochmal bildlich dargestellt wer die Entscheidung trifft mit und ohne Vollmacht.

Übersicht über die wichtigsten Vollmachten & Verfügungen

Betreuungsverfügung/-vollmacht:

Um eine gerichtlich angeordnete Betreuung durch einen fremden Dritten zu vermeiden, sollte man mit einer Betreuungsverfügung seine Interessen frühzeitig im eigenen Sinne regeln. Hierin werden z. B. Unterbringung, Ort und Art der Versorgung und vor allem Ihre persönlichen Betreuungspersonen genau festgeschrieben

Patientenverfügung/-vollmacht:

Seit dem Jahr 2009 sind Patientenverfügungen bindend, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sein sollten, Ihre Vorstellungen zu äußern. Die behandelnden Ärzte sind verpflichtet, sich an Ihren schriftlich geäußerten Willen zu halten, wenn es um die medizinische Versorgung und Behandlung geht.

Vorsorgeverfügung/-vollmacht:

Mit einer Vorsorgevollmacht regeln Sie Ihre Angelegenheiten im Krankheitsfall beziehungsweise für den Fall, dass Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Sie bestimmen eine Vertrauensperson, um an Ihrer Stelle die Entscheidungen zu treffen, die in Ihrem Sinne sind – und zwar in allen Lebensbereichen.

Unternehmervollmacht:

Sie sind selbständig oder haben ein Unternehmen? Dann können Sie Ihrer Verantwortung gegenüber Ihrer Familien und Ihren Geschäftspartner sowie Angestellten durch eine Unternehmervollmacht gerecht werden. Obwohl ca. 70 % der deutschen Unternehmen sogenannte Ein-Mann-Betriebe sind, haben nur ca. 10 % der Unternehmer durch Vorsorgevollmachten für den Ausfall des „Chefs“ vorgesorgt.

Sorgerechtsverfügung/-vollmacht:

Leider passiert es tagtäglich, dass Menschen durch einen Unfall oder andere Unglücksfälle aus dem Leben gerissen werden. Und nicht selten befinden sich unter den Opfern auch Eltern oft noch kleiner Kinder. In einem solchen Fall stellt sich dann natürlich die Frage nach deren Verbleib, und wer nun für Sie verantwortlich ist und sich um sie kümmert.

Eine Sorgerechtsverfügung gibt Ihnen die Möglichkeit, namentlich einen Vormund oder Pfleger zu bestimmen, dem Sie vertrauen. Sie können bestimmte Personen vom Erhalt des Sorgerechts ausschließen und so klar festlegen, bei wem Ihre Kinder am besten aufgehoben wären.

Hier haben wir eine Liste mit Informationensfilmen für Sie zusammengestellt:

Richtig vorsorgen!

Entscheidend ist nicht nur dass Sie vorsorgen sondern auch wie Sie vorsorgen.

    • Wichtig ist, dass die Vollmachten und Verfügungen so hinterlegt sind dass ein Zugriff 7 Tage, 24 Stunden für Ärzte, Gerichte und Bevollmächtige gewährleistet ist.

 

    • Automatische Aktualisierung Ihrer Vollmachten bei Gesetzesänderungen, damit Sie immer rechtlich aktuell bleiben.

 

    • Registrierung Ihrer Vollmachten im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer inkl. Aktualisierung.