Was beim Ferienjob zu beachten ist

Babysitten, Zeitung austragen oder Eis verkaufen – so wollen viele Kinder in den großen Ferien ihr Taschengeld aufbessern.

Das Jugend­arbeits­schutz­gesetz setzt ihnen jedoch Grenzen. Das Mindest­alter für das Jobben in den Ferien liegt bei 15 Jahren. Darauf weist die Stiftung Warentest hin und gibt Tipps für die Arbeit in den Ferien.

Sind die Jugend­lichen noch Voll­zeit schul­pflichtig, dürfen sie insgesamt höchs­tens vier Wochen pro Kalender­jahr arbeiten. Es gilt die Fünf­tagewoche. Je nach Bundes­land beträgt die Voll­zeitschul­pflicht neun oder zehn Schul­besuchs­jahre. Bayern und Baden-Württem­berg etwa haben eine neunjäh­rige Schul­besuchs­pflicht, Berlin, Bremen oder Nord­rhein-West­falen eine zehnjäh­rige. Wer seine Schul­pflicht erfüllt hat, kann in den Ferien unbe­grenzt arbeiten.

Alle Jugend­lichen, sowohl die Voll­zeitschul­pflichtigen als auch andere Beschäftigte unter 18 Jahren, dürfen höchs­tens acht Stunden pro Tag arbeiten. Pausen zählen dabei nicht mit. Das Arbeiten ist außerdem normaler­weise nur tags­über zwischen 6 und 20 Uhr erlaubt – an Sams­tagen, Sonn- und Feier­tagen nicht. Die Eltern müssen die Erlaubnis zur Aufnahme des Ferien­jobs erteilen.

Jobbende Schüler sind über den Betrieb unfall­versichert. Bei einem Arbeits­unfall muss der Arbeit­geber den Schaden über seine gesetzliche Unfall­versicherung regulieren. Beiträge zur Sozial­versicherung zahlen Schüler nicht. Sollte sich jedoch an den Ferien­job eine Ausbildung anschließen, ist schon der Ferien­job sozial­versicherungs­pflichtig, sofern die Jugend­lichen monatlich mehr als 450 Euro verdienen.

Hat der Arbeit­geber Lohn­steuer einbehalten, kann der Ferien­jobber nach Ablauf des Kalender­jahres beim Finanz­amt eine Einkommensteuererklärung abgeben. War sein zu versteuerndes Einkommen im Kalender­jahr geringer als der Frei­betrag von 8 472 Euro, erhält er die gezahlte Lohn­steuer zurück.

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