Weniger Wohngeldempfänger

Die Zahl der Wohngeldempfänger ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Erhielten 2010 knapp über eine Million Haushalte Wohngeldzuschüsse, waren es Ende 2013 rund 665.000. Das teilt die Bundesregierung mit. Der Rückgang wird sowohl mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt und der allgemein Einkommenssteigerung als auch mit der Streichung der Heizkostenkomponente 2011 und der jährlichen Regelbedarfserhöhung begründet. Außer den Wohngeldempfängern erhielten 2013 weitere 3,9 Millionen Haushalte Leistungen für Unterkunft und Heizung im Rahmen der Grundsicherung nach Zweiten und Zwölften Sozialgesetzbuch. Insgesamt übernahm die öffentliche Hand 2013 Wohnkosten von 16,5 Milliarden Euro, davon profitierten elf Prozent aller Haushalte.

Die durchschnittliche Bruttokaltmiete betrug demnach 2014 im Schnitt 7,10 Euro je Quadratmeter. In dieser sind kalte Betriebskosten wie Wasser, Abwasser und Müllabfuhr eingerechnet. Mit Bezug auf die Nettokaltmiete zeigen sich laut Bericht deutliche regionale Unterschiede: In ländlichen Kreisen liegt sie im Schnitt bei 5,50 Euro pro Quadratmeter, in städtischen Umlandkreisen bei 6,70 Euro, in Hochschulstandorten bei 8,49 Euro und in Metropolkernen bei 8,79 Euro. In München lag der Quadratmetermietzins bei Erst- und Wiedervermietung bei bis zu 13,99 Euro.

Die Mietbelastung, das Verhältnis von bruttowarmen Mietausgaben zum Haushaltseinkommen, lag 2013 im Schnitt bei 29 Prozent. Überdurchschnittlich viel für die Miete wandten mit 34 Prozent Ein-Personen-Haushalte auf. Auch Rentnerhaushalte lagen mit 33 Prozent über dem Schnitt.

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