Zeiterfassungssystem korrekt bedienen

Fristlose Kündigung bei Betrug an der Stechuhr.

Auch mehr als 25 Jahre Betriebszugehörigkeit helfen nicht, wenn man als Arbeitnehmer an der Stechuhr betrügt. Im vor dem Landesarbeitsgericht Hessen verhandelten Fall hatt ein 46jähriger Arbeitnehmer beim Verlassen des Produktionsbereichs wegen privater Arbeitsunterbrechungen die Zeiterfassung überlistet und nicht ausgestempelt. Eine Kontrolle durch den Arbeitgeber ergab, dass der Kläger in 1,5 Monaten so Pausen von insgesamt mehr als 3,5 Stunden gemacht hatte, ohne sich an- und abzumelden. Die Zeiten waren bezahlt worden. Das Landesarbeitsgericht sah die fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs für gerechtfertigt. Begründung: Dem Arbeitgeber sei es wegen des vorsätzlichen Betrugs nicht zumutbar, nur mit einer Abmahnung zu reagieren. Der Vertrauensbruch wiege schwerer als die lange Betriebszugehörigkeit.